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AURA rennt nach der Freilassung davon.
     
   
     
     
     
     
     
     
     
     
     
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25. März 2003

 

Pressemitteilung vom 13. Juni 2003

Luchs VINO tot; zwei Luchse noch immer im Grossraum Zürich; ein Unbekannter taucht auf.

Luchs VINO ist am 21. oder 22. Mai 2003 eines natürlichen Todes gestorben. Die am Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern durchgeführte Sektion ergab, dass das Tier an den Folgen einer Herzerkrankung verendet ist. Explizit ausgeschlossen wird der Tod durch menschlichen Einfluss. - Von den drei am 24. März 2003 freigesetzten Luchsen halten sich nach wie vor zwei, TURO und AIKA, im Grossraum Zürich auf. Das Weibchen AYLA lebt zur Zeit im St. Galler Rheintal. - Im Bezirk Werdenberg taucht ein unbesenderter Luchs auf.

(luno) Am 22. Mai 2003 fanden die beiden Luchsforscher Kuno von Wattenwyl und Christian Willisch das Luchs-männchen VINO auf dem Gemeindegebiet von Amden tot im Gelände. Das Tier war am Nachmittag des 21. Mai noch lebend beobachtet worden und starb demnach bis zur Entdeckung des verendeten Tieres am darauffolgen-den Tag. Der Tierkörper wurde von Mitarbeitern von LUNO-KORA ins Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) des Institutes für Tierpathologie der Universität Bern gebracht. Die von den beiden Tierärztinnen Marie-Pierre Ryser und Nadia Robert durchgeführte Sektion und die nachfolgenden Detailuntersuchungen haben einige Zeit in Anspruch genommen.

Die Hauptergebnisse:

1. Menschlicher Einfluss ist als Todesursache eindeutig auszuschliessen.
2. VINO ist an den Folgen einer Herzerkrankung gestorben.

Bereits bei der Überprüfung des Gesundheitszustandes von VINO im Jahr 2001, die jeder der umgesiedelten Luchse über sich hat ergehen lassen müssen, war ein von der Norm abweichendes Herzgeräusch festgestellt worden. Noch im März dieses Jahres konnte auf einem fotografischen Dokument keine äusserlich sichtbare Auf-fälligkeit festgestellt werden. Hingegen wurde anlässlich der Neubesenderung des Tieres am 14. April 2003 klar, dass bei VINO Gewebeflüssigkeit in die Bauchhöhle ausgetreten war, was schon damals als deutlichen Hinweis auf eine Herzschwäche interpretiert wurde.
Der Ausfall des Luchses VINO ist ein gewichtiger Verlust im Rahmen des Projektes LUNO. Nachdem bereits das Männchen ROCO seit dem 29.8.2001 unauffindbar ist und aufgrund des Verhaltens der Nachbartiere nicht mehr in seinem früheren Territorium im Raum Alvier lebt, reduziert sich die Zahl der dem Projekt noch zu Verfügung stehenden Männchen auf sicher zwei. ODIN lebt, auch wenn dessen Halsbandsender zur Zeit nicht aktiv ist, noch immer im früheren Lebensraum von ROCO im Werdenbergischen und in den östlichen Churfirsten. Das andere erwachsene Männchen, TURO, hält sich nach wie vor in den Wäldern der Stadt Zürich auf. Ob es zum bereits etablierten Bestand im Osten Anschluss suchen wird, ist noch offen. Nicht bekannt ist zudem, ob eines oder beide der letztjährigen Jungtiere von BAYA überlebt haben und welchen Geschlechts sie sind.
Die im Jahr 2001 freigesetzten Weibchen AURA, NURA und BAYA halten sich, soweit bekannt, in den bisherigen Streifgebieten auf.
Das ältere der beiden 2003 umgesiedelten Weibchen, AIKA, hat die Wälder der Albiskette im Süden der Stadt Zürich seit rund einem Monat nicht verlassen. Ihre mutmassliche Tochter AYLA durchquerte auf der Suche nach einem eigenen Lebensraum die Territorien aller Weibchen zwischen Rickenpass und Sargans und lebt heute an den östlichen Ausläufern des Alpsteinmassivs.
Im April 2003 ist im Raum Werdenberg ein Luchs ohne Senderhalsband fotografiert worden. Zur Zeit ungeklärt ist die Frage, ob es sich bei diesem Tier um ein Jungtier von Baya oder um einen bisher unbekannten Luchs handelt. Die erforderlichen Abklärungen laufen.

 

Weitere Auskünfte erteilen:

  • Dr. Klaus Robin; LUNO, Projektkoordinator und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit;
    055 285 30 50; 079 354 23 73
  • Andreas Ryser, Modulleiter Luchs im Projekt LUNO; 031 951 70 40; 079 350 87 73D
  • Max Straub, Kant. Fischerei- und Jagdverwalter; 01 315 52 01
  • Guido Ackermann; Stv. Leiter des Amtes für Jagd und Fischerei St. Gallen; 071 229 32 88
  • Dr. Hans-Jörg Blankenhorn, eidgenössischer Jagdinspektor, Bundesamt für Umwelt, Wald und Land-schaft BUWAL; 031 324 78 32

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