Archiv Aktualitäten 2002
18. Dezember 2002
 |
|
Kunstdruck mit Luchsfamilie
(© 2001 Marcel Moser)
|
Luchsmotive des Künstlers Marcel Moser
Die Jagdsektion Turettas hat anlässlich der Delegiertenversammlung
des Bündner Kantonalen Patent Jäger Verbandes zwei ansprechende
Kunstdrucke mit Luchsmotiven präsentiert, die vom Künstler
Marcel Moser gestaltet worden sind.
(Details...)
19. November 2002
Luchsweibchen BAYA wieder am Sender!
 |
|
Der Erfolg des Wiedereinfangs stand auf Messers Schneide.
Einer der wenigen günstigen Momente für den Narkoseschuss:
Baya frisst am Riss und präsentiert ihre Breitseite
mit dem kräftig gemusterten Fell.
(Einzelbild des Infrarot-Videos aus
der Zielkamera der Narkosepistole,
© 2002, LUNO-KORA)
|
(luno) BAYA war als letzter der sechs 2001 umgesiedelten Luchse
am 20.04.2001 am Tössstock freigelassen worden. Später
etablierte sie ein ca. 100 km2 grosses Wohngebiet um das Bergmassiv
Alvier. Anfangs November 2001 stellten wir fest, dass ihr Halsbandsender
nicht mehr richtig funktionierte, ein Wiederfangversuch scheiterte
aber. Am 18. November 2001 verloren wir den Funkkontakt zu BAYA
endgültig. Auch ein weiterer Fangversuch im Februar 2002,
bei dem wir BAYA sogar mit der Zielkamera des Narkoseapparates
filmen konnten, blieb erfolglos. Ausser gelegentlichen Meldungen
von Beobachtungen aus ihrem Gebiet gab es kaum Hinweise auf ihre
Anwesenheit, bis anfangs September 2002 ein Forstingenieur einen
sendermarkierten Luchs mit zwei Jungtieren beobachtete. Offensichtlich
hatte BAYA im Frühjahr 2002 Junge bekommen!
 |
|
LUNO hat Nachwuchs! Die ersten Bilder der beiden Jungluchse,
die im Frühjahr 2002 zur Welt kamen.
(Einzelbild des Infrarot-Videos aus
der Zielkamera der Narkosepistole,
© 2002, LUNO-KORA)
|
Als am 14. November 2002 von Jägern eine gerissene Rehgeiss
im Gebiet von BAYA gefunden und gemeldet wurde, stellten wir dort
eine ferngesteuerte Narkosepistole auf. Tatsächlich konnten
wir in der ersten Nacht (15./16.Nov) zwei Jungluchse beobachten
und über die Zielkamera filmen. BAYA selber kam, scheu und
vorsichtig, nur kurz an den Riss, zog sich aber zurück, bevor
sich eine günstige Gelegenheit zu einem sicheren und präzisen
Narkoseschuss bot. Auch in der zweiten Nacht (16./17.Nov) konnten
wir die beiden Jungtiere beim Fressen beobachten; BAYA tauchte
erst in den frühen Morgenstunden auf, um zu fressen. Bei
dieser Gelegenheit konnten wir sie betäuben und ihr defektes
Senderhalsband auswechseln. BAYA wog knapp 19 kg und ist bei guter
Gesundheit.
Dank dem neuen Senderhalsband werden wir die vor einem Jahr abgebrochene
Untersuchung über ihr räumliches Verhalten wieder aufnehmen.
Zudem sind jetzt auch die Schicksale der zwei Jungtiere zu verfolgen.
Es steht nun der Wiederfang des Weibchens NURA an, deren Senderhalsband
am 20. Januar 2002 ausgefallen ist. Dieser Luchs ist anfangs September
im Südosten der Speerkette beobachtet worden.
 |
|
Ausschnitt aus dem ausserordentlich schön gemusterten
Fell von Baya. Ansicht der linken Körperseite.
(© 2002, Marie-Pierre Ryser-Degiorgis)
|
11. September 2002
Starke Hinweise auf Luchsnachwuchs in der Nordostschweiz
 |
|
Luchsmutter mit Jungem.
(Dieses Bild stammt nicht von einem
LUNO-Luchs. © 2002, KEYSTONE
Switzerland)
|
(luno) Bis vor kurzem fehlten Anzeichen dafür, dass sich
die in der Nordostschweiz vor rund anderthalb Jahren freigelassenen
Luchse vermehrt hätten. Seit vergangener Woche gibt es nun
aber doch starke Hinweise auf Luchsnachwuchs. Es liegt eine Beobachtung
mit grossem Verlässlichkeitsgrad vor. Ihr zufolge konnte
ein in der Schweiz tätiger ausländischer Forstmann am
vergangenen Samstag, 7. September, einen erwachsenen und zwei
junge Luchse sehen, wie sie während einer halben Stunde intensiv
miteinander spielten. Der erwachsene Luchs trug ein Halsband.
Aus der Raumnutzung der verschiedenen Luchse lässt sich ableiten,
dass es sich bei der Luchsmutter um BAYA handelt, deren Halsbandsender
im vergangenen November ausgefallen ist. BAYA lebt seit dem Juli
letzten Jahres im Osten des von LUNO-Luchsen bewohnten Lebensraums.
Genauere Ortsangaben werden zum Schutz der Luchse vor Störungen
nicht bekannt gegeben.
In der gleichen Woche gelang östlich der Speerkette die Beobachtung
von NURA, deren Sender seit Januar 2002 ebenfalls defekt ist.
Jungtiere wurden bei ihr bis anhin nicht festgestellt.
Keine Jungtiere führt AURA. Ihr Halsbandsender ist intakt.
Von ihr liegen aus dem ganzen Sommer mehrere Sichtbeobachtungen
vor. Stets war sie alleine unterwegs.
Die Feststellungen zu BAYA und NURA sind der Projektkoordination
in verdankenswerter Weise aus dem Kreis der Jägerschaft zugänglich
gemacht worden.
Weitere Auskünfte:
Klaus Robin
Projektkoordinator
Telefon +41 55 285 30 50
Mobile +41 79 354 23 73
Heinz Nigg
Stv. Projektkoordinator
Telefon +41 81 740 56 36
+41 31 351 80 01
Mobile +41 79 442 42 46
5. September 2002
Luchsumsiedlung in den Kanton Thurgau
Für das kommende Winterhalbjahr ist die Umsiedlung von Luchsen
aus dem Jura in den Kanton Thurgau vorgesehen. Damit kann die
geplante Anzahl Gründertiere von insgesamt 8-12 Luchsen in
der Nordostschweiz knapp erreicht werden.
(Details...)
3. September 2002
LUNO-Faltblatt Nr. 1/02
![Das LUNO Faltblatt 2002 (PDF [85 KB])](bilder/LUNO-Faltblatt-Titelseite.jpg) |
Das Faltblatt zum Projekt LUNO ist erneuert worden. Es
stellt die Ziele und den Stand des Projektes Luchsumsiedlung
Nordostschweiz in kurzer, prägnanter Form dar.
gratis
PDF-Version
(85 KB)
|
Bezugsquelle:
KooLUNO
c/o Robin Habitat AG
Rickenstrasse 2
8730 Uznach
Tel. 055 285 30 50
Fax 055 285 30 51
klaus.robin@luno.ch
|
14. August 2002
Erster Luchsriss an Haustieren
In der Nacht vom 1. auf den 2. August 2002 hat ein Luchs im Raum
Speer eine Ziege gerissen.
Am 2. August in der Frühe vermisste der Eigentümer eine
seiner Ziegen. Er suchte nach ihr und fand sie tot im Gelände.
Sie war mit Gras zugedeckt. Umgehend meldete er die Situation
der Kant. Wildhut, die veranlasste, dass einer der Experten von
LUNO-KORA den Ort des Geschehens aufsuchte. Am gleichen Tag erfolgte
ein Augenschein mit dem Ergebnis, dass als Todesursache der Riss
durch einen Luchs festgestellt wurde. Das Abgeltungsverfahren,
wie es durch den Vertrag zwischen Bund und Kantonen festgelegt
ist, wurde inzwischen durch das Kant. Amt für Jagd und Fischerei
eingeleitet.
[ .. zurück zu Aktuell
]
|