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Aktuelle Informationen aus dem LUNO-Projekt finden Sie ab sofort auf der KORA Homepage unter KORA-News.


25.11.2008

Gute Voraussetzungen für langfristiges Überleben der Luchse in der Nordostschweiz

Medienmitteilung des Projekts LUNO


9.10.2007

Projektbericht LUNO 2004 bis 2006

Der 8-seitige Bericht steht als PDF-File zur Verfügung.


10.09.2007

Weitere Luchse für die Nordostschweiz


Am 6. September 2007 haben die Kantone St. Gallen, Zürich, die beiden Appenzell und Thurgau sowie das Bundesamt für Umwelt BAFU beschlossen, im kommenden Frühjahr erneut ein oder zwei Luchse in die Nordostschweiz umzusiedeln. Die genaue Anzahl wird nach einer Bestandes-Analyse im Winter festgelegt. Mit dieser Massnahme soll der Luchsbestand in der Nordostschweiz längerfristig stabilisiert werden. Das Projekt Luchsumsiedlung Nordostschweiz wird Ende 2009 abgeschlossen.

Weitere Informationen siehe Medienmitteilung des BAFU: PDF


01.05.2007

Luchspaar im Kanton Thurgau freigelassen

Bern, 01.05.2007 - Medienmitteilung des Projekts Luchsumsiedlung Nordostschweiz: Am Montag, 30. April 2007, wurde im Hinterthurgau im Rahmen des Luchsumsiedlungsprojekts Nordostschweiz LUNO ein Luchspaar freigelassen. Die beiden Luchse sollen helfen, die seit 2001 wieder angesiedelte Luchspopulation in der Nordostschweiz zu stützen.

Das Luchspaar wurde im Hinterthurgau (TG) nach einer mehrwöchigen Quarantäne freigelassen. Das Weibchen (NOIA) wurde am 2. April 2007 in einer Kastenfalle in der Nähe von Ollon (Waadtländer Alpen) gefangen. Eine Woche später, am Ostermontag, ging ein Männchen (WERO) ebenfalls in eine Kastenfalle in der Nähe von Welschenrohr im Solothurner Jura. Die beiden Tiere werden mit Hilfe eines GPS-Halsbandsenders überwacht. Die Umsiedlung erfolgt im Rahmen des Projektes Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO.

Weitere Umsiedlungen notwendig

Die Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie der Bund (Bundesamt für Umwelt BAFU) tragen seit 2001 gemeinsam das Luchsumsiedlungsprojekt LUNO. Die Überwachung des neu gegründeten Luchsbestandes zeigte, dass sich zwar einzelne der neun bisher umgesiedelten Luchse noch in der Nordostschweiz aufhalten und sich auch fortpflanzen, aber eine mittelfristig überlebensfähige Luchspopulation noch auf wackligen Füssen steht. Daher haben im letzten Herbst die zuständigen Regierungsräte der beteiligten Kantone und die Direktion des BAFU beschlossen, im Frühjahr 2007 ein Luchspaar und 2008 ein bis zwei weitere Luchse in die Nordostschweiz umzusiedeln.

Optimale genetische Durchmischung

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Luchse aus dem Jura genetisch deutlich von ihren Artgenossen aus den Nordwestalpen unterscheiden und eine natürliche Vermischung zwischen den beiden Populationen kaum stattfindet. Nachdem 2001 sechs Luchse aus den Nordwestalpen (je drei Weibchen und Männchen) und 2003 drei weitere Tiere (zwei Weibchen, ein Männchen) aus dem Jura umgesiedelt wurden, ist mit der gestrigen Freilassung von je einem Luchs aus den beiden Populationen ein wichtiger Schritt für die weitere Vergrösserung der genetischen Basis in der Nordostschweiz gemacht worden.

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19.02.2007/LUNO

Projekt LUNO2 Jahresbericht 2006

Klaus Robin und Andreas Ryser

 


18.12.2006/LUNO

Entwicklung der Wildwiederkäuer im Luchsverbreitungsgebiet NordostSchweiz

Um die Entwicklung von Reh und Gämse im Grossraubtierkompartiment 2 / Nordostschweiz unter dem Einfluss des Luchses abzuschätzen, wurden in den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Zürich die Strecken analysiert. Regional und überregional kam es in Luchslebensräumen verbreitet zu einem mittelgradigen und in zwei Wildräumen (revierübergreifende Landschaftsräume) zu einem grossen Rückgang des Ertrags. Eine angemessene jagdliche Nutzung des Wildes ist jedoch weiterhin möglich.


Auf der Basis von Daten aus dem Modul Luchsmonitoring wurde die Entwicklung der Luchsbelegung aufgezeigt und mit den Informationen aus den Jagdstatistiken der kantonalen Amtsstellen die Streckenentwicklung analysiert. Untersucht wurden jene Kantone der Nordostschweiz, in denen Luchse sich über mehrere Monate hinweg niedergelassen hatten und somit resident geworden waren: Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Zürich. Analysiert wurden in erster Linie so genannte Wildräume, die aus ganzen Kantonen (AI und AR) oder dem Zusammenschluss mehrerer Reviere bestanden.

Um die Chronologie der Nutzung der verschiedenen Wildräume durch den Luchs darzustellen, kam ein vereinfachtes Habitatmodell zur Anwendung. Damit wurden die beiden Phasen LUNO1 und LUNO2, in denen sehr unterschiedlich intensiv gearbeitet werden konnte, zu einem Kontinuum zusammengefügt.

Im Anschluss an die Erstbesiedlung des Raums Speer-Churfirsten-Alpstein im Jahr 2001 dehnte sich der vom Luchs begangene Lebensraum nach der Zweitaussetzung 2003 vorerst aus, u. a. auch in marginale Gebiete wie Pfannenstiel und Albis. Später jedoch schrumpfte der besiedelte Raum deutlich, und der Ostrand des Vorkommens und die marginalen Gebiete blieben ohne Luchsnachweise. Das Schwergewicht lag zum Ende des Winters 2005/2006 im Raum Tössstock-Speerkette (Wildräume ZH1, SG-2 und SG-4).
In der Analyse der Jagdstrecken zeigte sich, dass es in vom Luchs besiedelten Gebieten zu Streckenreduktionen gekommen war. In mehreren Wildräumen lag dieser Rückgang im mittleren Bereich (11-30%), in zwei Wildräumen war er gross (Reh: max. 44%, WR SG-2/Speergebiet; Gämse: max.37%, WR SG-1b/Raum Alvier).
Grosse Abweichungen von den langjährigen Abschuss-Mittelwerten kamen in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden durch Managementscheide zustande und wurden deshalb nicht näher analysiert.
Mittelgradige Abweichungen von den langjährigen Mittelwerten gab es auch in nicht vom Luchs betroffenen Gebieten (Reh: WR SG-10/Fürstenland ; Gämse: SG-11/St. Galler Oberland ).
Auf Revierebene waren die Abweichungen vom langjährigen Mittel der Jagdstrecken teilweise erheblich und erreichten bis zu zwei Dritteln.

Zusammengefasst: Regional und überregional kam es verbreitet zu mittelgradigen und in zwei Wildräumen zu grossen Reduktionen der Jagdstrecken. Im lokalen Rahmen können die Jagdstrecken erheblich zurückgehen. Dennoch ist eine angemessene jagdliche Nutzung des Wildes weiterhin möglich, und die Ungulatenbestände sind regional und überregional nicht akut gefährdet.

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Die Analyse erfolgte im Auftrag des BAFU, Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität, an der Fachstelle für Wildtier- und Landschaftsmanagement WILMA und der Fachstelle für Geoinformatik der Hochschule Wädenswil HSW, zuhanden der Operativen Leitung des Projektes Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO.

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Auskünfte
Dr. Reinhard Schnidrig, Chef Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität, BAFU,Tel. 031 323 03 07

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Robin K., Köchli D. 2006: Entwicklung der Wildwiederkäuer im Luchsverbreitungsgebiet Nordostschweiz. Hochschule Wädenswil HSW, Abt. Naturmanagement, Fachstellen Wildtier - und Landschaftsmanagement WILMA & Geoinformatik. Bericht zuhanden der Operativen Leitung des Projektes Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO; im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU, Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität; pp. 48, mit Anhang.

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Bundesamt für Umwelt BAFU
info@bafu.admin.ch | Haftung, Datenschutz und Copyright
http://www.bafu.admin.ch/jagd_wildtiere/02627/03099/index.html?lang=de

 

Medienmitteilung vom 24.11.2006

 

Luchseinfang geplant

Zwei Luchse aus dem Solothurner Jura werden im kommenden Winter
eingefangen. Im Rahmen des Projekts LUNO werden die Tiere im Frühling in den Kanton Thurgau umgesiedelt. Im darauf folgenden Winter 07/08 soll ein weiteres Paar aus den Nordwestalpen folgen.


Mitte September haben die Kantone St. Gallen, Zürich, Thurgau, die beiden Appenzell und das
Bundesamt für Umwelt BAFU entschieden, den Vertrag für das Projekt LUNO um drei weitere
Jahre zu verlängern. Geplant ist, im Winter ein weiteres Luchspaar in den Kanton Thurgau
umzusiedeln. Heute haben die Jagdverwalter der Kantone, in denen die Luchse gefangen werden
sollen, die Details des Einfangs festgelegt: So werden in diesem Winter zwei Luchse im Solothurner
Jura eingefangen und vor der Freilassung im Kanton Thurgau in der Quarantäne
zusammengeführt, damit sie sich aneinander gewöhnen können.
Für weitere Umsiedlungen im Winter 07/08 sollen die Luchse in den Nordwestalpen gefangen
werden. Damit wird die genetische Basis der Luchse in der Ostschweiz vergrössert.


Auskünfte
Dr. Reinhard Schnidrig, Chef Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität, BAFU,Tel. 079 352 61 87

 

 

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Weitere Luchse für die Nordostschweiz

Kantone St. Gallen, Zürich, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau und das Bundesamt für Umwelt BAFU

Am 11. September 2006 haben die Kantone St. Gallen, Zürich, die beiden Appenzell und Thurgau sowie das Bundesamt für Umwelt BAFU beschlossen, im kommenden Winter zwei weitere Luchse in die Nordostschweiz umzusiedeln. Weitere ein oder zwei Luchse folgen im Winter 2007/08. Diese Massnahmen sind notwendig, um den Luchsbestand in der Nordostschweiz zu stützen und längerfristig zu stabilisieren. Das Projekt der Luchsumsiedlung in die Nordostschweiz (LUNO) wird im Jahr 2009 abgeschlossen. Die Überwachung der Luchse in der Nordostschweiz soll anschliessend in das nationale Grossraubtier-Monitoring überführt werden.

 

Am 11. September 2006 haben die zuständigen Mitglieder der Regierungen der Kantone St. Gallen, Zürich, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau sowie die Direktion des Bundesamtes für Umwelt BAFU in St. Gallen beschlossen, den Vertrag für das Projekt LUNO um drei weitere Jahre zu verlängern. Es ist geplant, im kommenden Winter zwei weitere Luchse aus dem Jura und den Nordwestalpen in die Nordostschweiz, nämlich in den Kanton Thurgau, umzusiedeln. Ein Jahr später werden nochmals ein oder zwei Luchse in die Kantone St. Gallen oder Zürich umgesiedelt, damit sich ein weiteres Paar bilden kann. Mit diesen Umsiedlungen wird das ursprüngliche Vertragsziel erreicht, mindestens zwölf Luchse in die Nordostschweiz zu bringen. Diese neuen Freilassungen verbessern die Voraussetzungen, eine überlebensfähige und den Verhältnissen angepasste Luchspopulation zu gründen.

Akzeptanz der Luchse soll gefördert werden
Zwischen den beiden Umsiedlungen soll die Zeit genutzt werden, bei allen Betroffenen mittels Information und Diskussion die Akzeptanz der Luchse zu fördern. Weiter wurde beschlossen, dass nach diesen Umsiedlungen keine weiteren Freilassungen mehr stattfinden und das Projekt Ende 2009 endet, ungeachtet der sich dann bietenden Situation. Die Luchse in der Nordostschweiz werden ab dem Jahre 2009 im Rahmen des normalen Grossraubtier-Monitorings überwacht.

Umsiedlungen notwendig
Die Ergebnisse des Monitorings der letzten beiden Jahre zeigen, dass sich ein kleiner Luchsbestand bilden konnte (siehe Kasten 1). Dennoch steht die neu angesiedelte Luchspopulation nach wie vor auf unsicheren Füssen, und ihr Überleben ist nicht gesichert. Deshalb erachten die Projektpartner von Bund und Kantonen weitere Umsiedlungen als notwendig. Die umgesiedelten Luchse werden mit Hilfe von GPS-Halsbändern, wie sie bereits bei TURO zum Einsatz kamen, relativ kostengünstig überwacht. Die Kosten für die Umsiedlung sowie für das folgende Monitoring trägt der Bund. Die Kantone unterstützen die Arbeiten mit ihrer Wildhut.

Medienmitteilung vom 4. September 2006


Auskunft
- Dr. Willy Geiger, Vizedirektor des Bundesamts für Umwelt BAFU, Vorsitzender des Strategischen Lenkungsausschusses SLA; Tel. 031 322 24 96
- Dr. Ursula Gut-Winterberger, Vorsteherin der Baudirektion des Kantons Zürich; Kommunikation Baudirektion, Tel. 043 259 28 01
- Peter Schönenberger, Vorsteher des Finanzdepartements des Kantons St. Gallen; Tel. 071 229 32 85
- Stefan Sutter, Vorsteher des Bau- und Umweltdepartements des Kantons Appenzell Innerrhoden; Tel. 071 788 93 41
- Hans Diem, Vorsteher des Departements für Sicherheit und Justiz des Kantons Appenzell Ausserrhoden; Tel. 071 353 68 40 oder Tel. 071 343 63 84
- Dr. Claudius Graf-Schelling, Vorsteher des Departements für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau; Tel. 052 724 22 01

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Aus der Medienmitteilung der Kantone St. Gallen, Zürich, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau und des Bundesamtes für Umwelt BAFU vom 14. September 2006

Ergebnis des Monitorings (oder der Überwachung) vom letzten Winter 2005/2006


Die ersten sechs Luchse wurden 2001 aus den Nordwestalpen in die Nordostschweiz gebracht. Weitere drei Tiere aus dem Jura folgten 2003. Das Monitoring dieser Tiere und ihrer Nachkommen im Winter 2005/06 brachte ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr:


- Im Tössstock (ZH/SG) konnte das Männchen TURO sowie das Weibchen NEMA, ein Nachkomme der umgesiedelten Luchse, nachgewiesen werden. NEMA war in Begleitung von drei Jungen. Eines davon wurde später nach seiner altersbedingten Trennung von der Mutter auf der Suche nach einem neuen Territorium an einem gerissenen Reh bei Unterwasser (SG) fotografiert.
- Ebenfalls nachgewiesen wurde das Männchen B88, ein im Umsiedlungegebiet geborener Luchs, im Gebiet der Churfirsten.
- NURA, eines der ursprünglich umgesiedelten Weibchen, wurde im Herbst 2005 mit drei, später noch mit zwei Jungen in der Nähe von Amden beobachtet. Das dritte Junge wurde im November 2005 bei einem Bauernhof in der Nähe von Weesen eingefangen und in eine Wildpflegestation gebracht. Kurz vor seiner geplanten Freilassung im April 2006 verendete es. NURA oder eines ihrer anderen Jungen konnten während dem Fotofallenmonitoring nicht mehr nachgewiesen werden.
- Ein weiteres Jungtier unbekannter Herkunft wurde alleine bei einem Bauernhof bei Bäretswil (ZH) beobachtet und fotografiert. Es konnte nicht eingefangen werden und wurde später auch nicht mehr beobachtet.
- AIKA, ein umgesiedeltes Weibchen, lebt seit rund drei Jahren im Kanton Glarus ausserhalb des LUNO-Projektperimeters und wurde im letzten Winter erneut nachgewiesen.
- Die Anwesenheit eines Luchses am westlichen Hang des Rheintales (nördlicher Werdenberg) konnte im Verlauf des Sommers 2006 mit grosser Wahrscheinlichkeit bestätigt werden.
- Weitere Hinweise auf Luchse aus benachbarten Gebieten konnten nicht bestätigt werden (Kanton SG südlich der Seez, Prättigau, Liechtenstein, Österreich).

Ryser A. et al. 2006: Monitoringbericht LUNO 2. Status Luchs Nordostschweiz Winter 2005/2006, KORA-Bericht Nr. 34; pp. 24.

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Aus der Medienmitteilung der Kantone St. Gallen, Zürich, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau und des Bundesamtes für Umwelt BAFU vom 14. September 2006


Der Luchs in seiner Umwelt

Der Luchs gehört zur einheimischen Fauna. Er ernährt sich fast ausschliesslich von Rehen und Gämsen. Luchs und Wild bilden zusammen ein dynamisches, eng verzahntes System.

Im Kerngebiet der Luchse in der Nordostschweiz nahmen die Abschusszahlen (Jagdstrecke) von Rehen und Gämsen in den letzten sechs Jahren stärker ab als in benachbarten Gebieten ohne oder mit wenig Luchspräsenz. Diese Abnahme der Jagdstrecke deutet auf eine Abnahme der Wildbestände hin. Diese könnte sich positiv auf die natürliche Waldverjüngung auswirken. Die Luchse können die Jagd lokal erschweren und die Zahl der Abschüsse teilweise stark reduzieren. Insgesamt verhindern die Luchse aber eine angemessene jagdliche Nutzung des Wildes regional und überregional nicht.

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Aus der Medienmitteilung der Kantone St. Gallen, Zürich, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau und des Bundesamtes für Umwelt BAFU vom 14. September 2006

Hinweise auf weitere Informationsquellen:

- Umgang mit dem Luchs: www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/fachgebiete/jagd/wildtiere/luchs/index.html
- Informationen rund um das Projekt LUNO: www.luno.ch
- Monitoringbericht Winter 2004/05: www.kora.unibe.ch/pdf/reports/rep31.pdf

Ryser A. et al. 2005: Monitoringbericht LUNO 2. Status Luchs Nordostschweiz Winter 2004/2005, KORA-Bericht Nr. 31d; pp. 29.


- Monitoringbericht Winter 2005/06: www.kora.unibe.ch/pdf/reports/rep34.pdf

Ryser A. et al. 2006: Monitoringbericht LUNO 2. Status Luchs Nordostschweiz Winter 2005/2006, KORA-Bericht Nr. 34; pp. 24.


- effor2: http://www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/fachgebiete/wald/politik/effor2/index.html

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Veterinärmedizinischer Befund

(bafu/fiwi/19.Juni 2006/10. Juli 2006

Jungluchs in der Wildstation Landshut (BE)
Foto und Copyright: Andreas Ryser LUNO-KORA

Das am 23. April 2006 in der Quarantäne verendete junge Luchsweibchen wurde am Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern eingehend untersucht. Der Bericht liegt nun vor:

Das Tier starb an einer akuten eitrigen Bauchfellentzündung infolge eines doppelten Enddarmdurchbruchs. Die Luchsin wies eine angeborene Missbildung des Beckens auf, was zu einer Kotanschoppung im Enddarmbereich geführt hatte. Beim Versuch des Abkotens durch Drücken hatte das Tier die Darmwand mit kleinen Holzstücken, die sich im Kot befanden, perforiert; in der Folge war Darminhalt in die Bauchhöhle eingetreten, was die tödlich verlaufende Bauchfellentzündung auslöste. In der Zwischenzeit brachten weitere Untersuchungen an den Tag, dass der Luchs zusätzlich noch an einer bakteriologischen Blutvergiftung gelitten hatte.

Veterinärmedizinische Befunde zum Tod des Jungluchses

Auskunft:
Christoph Jäggi, Wiss. Mitarbeiter, Sektion Jagd, Wildtiere & Waldbiodiversität BAFU, Tel. 031 324 78 49

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Jungluchsin in Quarantäne gestorben

(ajf-SG/bafu/26. April 2006)


Im vergangenen Herbst wurde ein junges, rund 6 Monate altes Luchsweibchen bei einem Bauernhof in der Nähe von Weesen (SG) verwaist aufgefunden und während der letzten Monate in der Wildstation Landshut (BE) gepflegt. Dort ist es kurz vor seiner geplanten Freilassung gestorben.


Das junge Luchsweibchen war im Herbst 2005 bei einem Bauernhaus in der Nähe von Weesen im Kanton SG gefunden worden, während es sich hungrig am Katzenfutter vor dem Haus zu schaffen machte. Es wurde eingefangen (s. Mitteilungen vom 15.12.05 und 13.2.06) und in den letzten Monaten auf der Wildstation Landshut (BE) gepflegt. Die früher vom Kanton Bern und heute von einem privaten Tierschutzverein betriebene Station ist so eingerichtet, dass wilde Luchse ohne Menschenkontakt gehalten und nur mit Wildfleisch gefüttert werden können.

Vorletzte Woche zeigte die veterinärmedizinische Untersuchung, dass das Luchsweibchen gesund und seine körperliche Entwicklung für ein Überleben in der Freiheit ausreichend fortgeschritten war. Mitte April 06 hätte es in der Nähe seines Fundortes wieder freigelassen werden sollen. Dieses Vorgehen entspricht dem Konzept Luchs Schweiz und wurde vom Kanton St. Gallen befürwortet und mitgetragen. Leider erkrankte das Tier nur wenige Tage vor der geplanten Freilassung. Es litt an Durchfall. Trotz veterinärmedizinischer Behandlung und offensichtlicher Besserung der Gesundheit, starb es am vergangenen Sonntag. Als Todesursache wurde eine Verletzung des Darms und in der Folge eine Bauchfellentzündung festgestellt. Der Tod ist ein herber Verlust. Die Jungluchsin wäre für die Stabilisierung der kleinen Population in der Nordostschweiz wichtig gewesen. Erfahrungen aus anderen Projekten zeigen, dass Jungluchse sehr gut alleine zurechtkommen, wenn sie den ersten Winter überstanden haben.

Projekt LUNO geht zu Ende
Noch bis Ende 2006 läuft das Luchsumsiedlungsprojekt LUNO des Bundes, das 2001 gestartet worden war. Projektziel ist, eine überlebensfähige Luchspopulation in der Nordostschweiz aufzubauen. Bereits am Anfang verschwand der Luchs "Roco", "Vino" verstarb eines natürlichen Todes und "Ayla" wurde in Oberriet überfahren. Von den ursprünglich neun ausgesetzten Luchsen konnten im Winter 2004/2005 noch drei nachgewiesen werden. In dieser Situation ist jeder überlebende Jungluchs von grosser Bedeutung. Im letzten Herbst konnten mindestens drei weitere Jungluchse nachgewiesen werden.
Ende Sommer 2006 wird das Bundesamt für Umwelt BAFU den Kantonen (AI, AR, SG, TG, ZH) einen Bericht zum Projekt vorlegen und anschliessend mit ihnen über das weitere Vorgehen bezüglich des Luchsbestandes in der Ostschweiz diskutieren.

Auskunft:
Markus Brülisauer, Jagdadjunkt des Kantons St. Gallen, Tel. 071 229 39 53
Reinhard Schnidrig, Chef Sektion Jagd, Wildtiere & Waldbiodiversität BAFU, Tel. 031 323 03 07

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Monitoring der Luchse geht weiter

(bafu/9. März 2006)

Nachdem im Winter/Frühjahr 2004/05 nur noch insgesamt vier Luchse im Umsiedlungsgebiet Tössstock (ZH) und Toggenburg (SG) nachgewiesen werden konnten (Projekt LUNO2 - Jahresbericht 2005 261 kB), wird zur Zeit das Monitoring wiederholt. Ziel ist es, die vier Luchse und ihre Jungen zu bestätigen und weitere Luchse zu finden, die im letzten Winter möglicherweise übersehen worden waren. Dabei kommen erneut rund 30 Fotofallen zum Einsatz. Diese Methode eignet sich, da fotografierte Luchse aufgrund ihres Fellmusters individuell erkannt werden können.
Ausserdem wird das Umsiedlungsgebiet und seine Umgebung grossräumig systematisch nach Spuren im Schnee abgesucht, um so weitere Hinweise auf möglicherweise abgewanderte Luchse zu bekommen. Das Monitoring wird von Mitarbeitern von KORA (kora) sowie durch die kantonalen Wildhutorgane durchgeführt. Als Ergänzung zum Einsatz der Wildhüter und zum Bundesbeitrag von CHF 100'000.-- investiert der Kanton Zürich einen zusätzlichen Betrag von CHF 15'000.00. Damit kann trotz der Sparmassnahmen auf Bundesebene ein aussagekräftiges Monitoring der Luchse sichergestellt werden.

Aufruf
Um möglichst sämtliche Luchse zu erfassen, bitten wir Jäger, Förster, Landwirte, Tourenfahrer usw., sämtliche Beobachtungen von Luchsen, Luchsspuren, Rissen sowie andere Hinweise auf Luchse den Mitarbeitern von KORA, der kantonalen Wildhut oder der jeweiligen Jagdverwaltung umgehend zu melden.

Meldeformulare:

Formular Luchsbeobachtung (187 kB)

Formular Luchsrissfund (143)

Da Luchse die Kerngebiete entlang der Churfirsten und im Tössstockgebiet möglicherweise grossräumig verlassen haben, gilt dieser Aufruf für die ganze Nordostschweiz. Besten Dank für Ihre wertvolle Mitarbeit.

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Februar 2006

Meldungen von Luchsbeobachtungen und Luchsrissen

Melden Sie bitte Luchsbeobachtungen und Rissfunde auch weiterhin mit den unten angefügten Formularen an die Kantonalen Fachstellen Jagd:

Jagdverwaltung des Kantons Appenzell Ausserrhoden
Postfach
9043 Trogen

Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden
Gaiserstrasse 8
9050 Appenzell

Amt für Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen
Davidstrasse 35
9001 St. Gallen

Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau
Spannerstrasse 29
8510 Frauenfeld

Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich
Jungholzstrasse 6
8090 Zürich

oder an:

Andreas Ryser
Leiter Luchsmonitoring LUNO2
KORA
Thunstrasse 31
3074 Muri


Formular Luchsrissfund (143 kB)

Download Formular Luchsbeobachtung Formular Luchsbeobachtung (187 kB)


 

13.02.2005/LUNO-KORA

Jahresbericht 2005 von LUNO2 liegt vor

Im Jahresbericht sind die Ereignisse des Jahres 2005 zusammengefasst. Die Berichtsperiode war geprägt von den ernüchternden Resultaten des Monitorings 2005. Im Kompartiment 2 (Kantone AI, AR, SG, TG und ZH) konnten nur mehr zwei von möglichen fünf der ursprünglich umgesiedelten neun Luchse nachgewiesen werden. Ausserdem wurden zwei bereits in der Nordostschweiz geboren Luchse dokumentiert. Die vier nachgewiesenen Tiere bildeten zwei Paare. Im Herbst konnten insgesamt 4 Jungtiere des Jahrgangs 2005 in zwei verschiedenen Regionen des Kompartimentes dokumentiert werden. Eines der Jungen, ein Weibchen, das isioliert von der Mutter auf einem Landwirtschaftsbetrieb aufgetreten war, wurde eingefangen und in eine Wildtierpflegestation gebracht.
Gegen Ende des Berichtsjahres zeichneten sich die Konsequenzen der Sparbemühungen des Bundes ab, die eine Fortführung des Projektes LUNO2 ernsthaft in Frage stellten. Zum Jahresende wurde das Mandat für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit vorzeitig eingestellt und die Koordination weitgehend in die Hände von BAFU und Kantonen gelegt. Inwieweit das Modul Luchsmonitoring bis zum regulären Abschluss des Projektes Ende 2006 aufrechtzuerhalten ist, war zum Jahresende noch nicht geklärt.

Das beigefügte pdf gibt im Detail Auskunft.

Robin K., Ryser A. 2006: Projekt LUNO2 - Jahresbericht 2005. KORA + ROBIN HABITAT AG. Typoscript, Februar 2006; pp. 4.

(261KB)


 

01. 01. 2006/LUNO

Öffentlichkeitsarbeit im Projekt LUNO neu bei der Operativen Projektleitung (BAFU und Kantone)

Ab sofort und bis auf weiteres liegt die Verantwortung für Öffentlichkeitsarbeit im Projekt LUNO bei der Operativen Projektleitung, d.h. beim Bundesamt für Umwelt BAFU und bei den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und Zürich. Die Tätigkeit des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit im Projekt LUNO ist per 31.12.2005 eingestellt.

Fragen sind an folgende Adressen zu richten:

Bundesamt für Umwelt BAFU
Abteilung Artenmanagement
Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität
3003 Bern

Jagdverwaltung des Kantons Appenzell Ausserrhoden
Postfach
9043 Trogen

Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden
Gaiserstrasse 8
9050 Appenzell

Amt für Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen
Davidstrasse 35
9001 St. Gallen

Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau
Spannerstrasse 29
8510 Frauenfeld

Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich
Jungholzstrasse 6
8090 Zürich

Die Homepage von LUNO wird ab 01.01.2006 nur mehr eingeschränkt aktualisiert und spätestens per 31.12.2006 definitiv vom Netz genommen.


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15. 12. 2005 / 18.12.2005/LUNO-KORA

Überleben der Population in Frage gestellt?

Von den neun im Rahmen des Projekts LUNO in die Ostschweiz umgesiedelten Luchsen leben im Projektgebiet noch mindestens TURO und NURA. Beide haben sich 2005 erfolgreich fortgepflanzt. Die jeweiligen Partner sind selbst Nachkommen umgesiedelter Luchse, die bereits in der Nordostschweiz geboren worden sind: NEMA und B88. Dies zeigen Untersuchungen mit Fotofallen im Winter 2004/2005, Zufallsbeobachtungen im Verlauf von 2005 und aktuelle genetische Analysen.

Im Winter 2004/2005 wurde die Luchspopulation untersucht, welche zwischen 2001 und 2003 im Rahmen des Projektes LUNO in der Nordostschweiz angesiedelt worden war. Da ausser bei TURO seit einiger Zeit keine Sender mehr im Einsatz sind, wurde die Luchspopulation mit Fotofallen, systematischer Spurensuche im Schnee und aufgrund von Zufallsbeobachtungen erhoben und ausserdem genetische Analysen vorgenommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass von den neun umgesiedelten Luchsen noch mindesetns zwei und zudem mindestens zwei ihrer Nachkommen im Gebiet leben. Dabei haben sich zwei Paare gebildet:

1) Im Tössstockgebiet verpaarte sich der aus dem Jura umgesiedelte TURO mit der Junglüchsin NEMA. In diesem Raum gab es Nachwuchs. Mitte November 2005 wurde dort ein Jungluchs fotografiert.
2) In den westlichen Churfirsten verpaarte sich die aus den Alpen stammende NURA mit dem Jungluchs B88. NURA konnte im Herbst mit zwei Jungtieren fotografiert werden. Ein drittes Jungtier wurde Anfang November aufgegriffen und in Quarantäne genommen.

Für die anderen drei umgesiedelten Luchse, die noch im Gebiet erwartet wurden (BAYA, AURA, ODIN), konnten keine Nachweise erbracht werden.

Bereits vor der jüngsten Untersuchung nicht mehr im Gebiet waren AIKA (abgewandert ins Glarnerland), AYLA (von Auto überfahren), VINO (altershalber gestorben) und ROCO (im ersten Jahr nach der Umsiedlung spurlos verschwunden).

Auch wenn wir heute wissen, dass sich 2005 beide im Monitoring nachgewiesenen Weibchen reproduziert haben und wir vorsichtig annehmen, dass mit den eingesetzten Erhebungsmethoden ein bis zwei Luchse nicht erfasst worden sind, ist das Fortpflanzungspotenzial sehr gering und das Überleben bzw. der Aufbau der Population ernsthaft in Frage gestellt.

Ryser A. 2005: Luchsmonitoring Winter 2004/2005, Kurzbericht; pp. 2.

Ryser A. et al. 2005: Monitoringbericht LUNO 2. Status Luchs Nordostschweiz Winter 2004/2005, KORA-Bericht Nr. 31d; pp. 29.

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30.09.2005/LUNO

Das Luchsprojekt in derRubrik ARTENSCHUTZ der Zeitschrift natur + mensch 4/2005

In einer zusammenfassenden Darstellung gehen Andreas Ryser und Klaus Robin auf das Ziel, die Entwicklung und die Situation des Projektes LUNO ein, wie sie sich im vergangenen Winter dargestellt haben. Obwohl sich bereits damals abgezeichnet hatte, dass einige der umgesiedelten Luchse nicht mehr nachzuweisen waren, sollten zuerst die Ergebnisse des Luchsmonitorings 2004/2005 ausgewertet und kommentiert werden (siehe Beitrag vom 15.12.2005, oben).

Klar ist, dass die Ziele vorerst noch nicht erreicht sind und dazu weitere Anstrengungen aller Beteiligten erforderlich sind.

Robin K., Ryser A. 2005: LUNO - Das Projekt Luchsumsiedlung Nordostchweiz. Natur + Mensch 4/2005, 30-34.

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11. Juli 2005 /LUNO-KORA

Satelliten überwachen TURO

Seit Juni wird der Luchskuder TURO mit Hilfe von Satelliten überwacht. Technisch möglich ist diese Überwachung durch den Einsatz eines Telemetrie-Halsbandes, das ein GPS-Gerät enthält, welches die Position des Luchses via Satellit zu einem festen Standort sendet.

Turo ist zurzeit der einzige Luchs in der Schweiz, der unter radiotelemetrischer Kontrolle steht. Dank einem neuen Senderhalsband ist das Verfolgen seiner Streifzüge jetzt mit viel geringerem Arbeitsaufwand möglich. Sein Halsband trägt neuerdings ein GPS-Gerät. Dieses ermöglicht eine Positionsbestimmung via Satellit zu einem festen Standort. Turo ist der erste Luchs im ganzen Alpenraum, bei dem diese Methode angewandt wird.

Der Luchskuder Turo war im Frühling 2003 aus dem Jura in die Nordostschweiz umgesiedelt worden und hatte bereits kurz nach seiner ersten Freilassung im Südosten des Kantons Thurgau Aufsehen erregt, als er sich aus dem Freisetzungsgebiet abgesetzt hatte und bis zur deutschen Grenze in Schaffhausen gewandert war. Dort war er wieder eingefangen und am Tössstock/ZH ein zweites Mal in die Natur entlassen worden. Es hielt ihn aber nicht lange. Ein weiteres Mal machte er sich auf Wanderschaft und wurde bekannt durch seine spektakulären Ausflüge in die Stadt Zürich. Danach lebte er eineinhalb Jahre lang im Raum Zürichberg-Pfannenstiel, bis er Anfang November 2004 zu seinem zweiten Aussetzungsort zurückkehrte und seither wieder im Raum Tössstock lebt.

Der für die Montage des Senderhalsbandes notwendige Fang erfolgte übrigens nach altbewährter Manier. Das Tier tappte in der Nacht vom 16. auf den 17. Juni 2005 im Gebiet der Gemeinde Libingen SG in eine Falle, welche LUNO-KORA-Mitarbeiter bei einem gerissenen Reh ausgelegt hatten.

Mehr Informationen zum Einsatz von GPS Halsbändern bei Wildtieren unter http://www.vectronic-aerospace.com

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11. April 2005

Jahresbericht 2004 von LUNO2 liegt vor

Im Jahresbericht sind die Ereignisse des Jahres 2004 zusammengefasst. Die Berichtsperiode war geprägt von weiteren Senderausfällen, von den Abschlussarbeiten zu LUNO1 und der Anpassung der Leistungen an die reduzierten Mittel.

Das beigefügte pdf gibt im Detail Auskunft.

Robin K., Ryser A. 2005: Projekt LUNO2 - Jahresbericht 2004. KORA + ROBIN HABITAT AG. Typoscript, pp. 4

LUNO2 Jahresbericht 2004(653KB)

 

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11. April 2005


Pressedienst BUWAL
Service de presse OFEFP
Servizio stampa UFAFP
CH-3003 Bern

Tel. 031 322 90 00
Fax 031 322 70 54
pressedienst@buwal.admin.ch
www.umwelt-schweiz.ch

Medienmitteilung des BUWAL

Ziele der «Luchsumsiedlung Nordostschweiz» teilweise erfüllt

Neun Luchse wurden seit 2001 in der Nordostschweiz angesiedelt, mit dem Ziel, eine sich selbst erhaltende Population zu etablieren. Das BUWAL hat nun einen Forschungsbericht zur ersten Phase des Projekts «Luchsumsiedlung Nordostschweiz» LUNO vorgelegt. Die Hauptziele wurden bei den weiblichen
Luchsen nahezu erfüllt, die männliche Population jedoch durchläuft eine schwierige Zeit.

Die ersten sechs Luchse wurden im Spätwinter 2001 aus den Westalpen in die Nordostschweiz umgesiedelt, eine zweite Staffel von drei Luchsen, diesmal aus dem Jura folgte 2003. Im April 2005 hat die Leitung des Projekts LUNO nun Vertretern der Nordostschweizer Kantone (Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau und Zürich), die das Projekt zusammen mit dem BUWAL tragen, einen Bericht vorgelegt und Bilanz gezogen.

Das Projekt LUNO verfolgte zwei Ziele:
In der Nordostschweiz soll ein sich selbst erhaltender Luchsbestand aufgebaut werden.
Damit soll der Zusammenschluss isolierter Luchsvorkommen in den Alpen gefördert und die Erhaltung der Art im gesamten Alpenbogen unterstützt werden.

Schwierige Ansiedlung von Männchen

Das Hauptziel des Projekts, einen sich selbst erhaltenden Luchs-Bestand aufzubauen, ist bezogen auf die Weibchen nahezu erfüllt: Insgesamt leben im Projektgebiet heute noch mindestens vier weibliche Luchse.

Bei den Männchen präsentiert sich die Lage etwas anders: Ein Tier ist seit Jahren verschollen, ein anderes starb im Jahr 2003. Nur ein einziger Kuder verblieb im Kerngebiet zwischen Rickenpass und Rheintal.

Trotzdem zeigen sich die Verantwortlichen vorsichtig optimistisch, denn die ausgesetzten Luchse pflanzten sich mehrmals fort. Der Untersuchungszeitraum von drei Jahren ist allerdings sehr kurz. Deswegen können die Fachleute noch nicht definitiv beurteilen, wie sich die Luchspopulation in der Nordostschweiz entwickeln wird.

Kaum Kleinvieh gerissen

Ein Luchs frisst im Durchschnitt pro Woche ein Beutetier in der Grösse eines Rehs oder einer Gämse. Von den im Projekt LUNO1 gefundenen 175 Luchsrissen handelte es sich denn auch überwiegend um Rehe und Gämsen. Von einer einzigen Ziege abgesehen befanden sich keine Haustiere unter der Beute.

Die Überwachung der Luchse und der Entwicklung der Wildbestände werden in einem neuen Projekt LUNO2 bis Ende 2006 mit reduziertem Aufwand fortgesetzt.

Auskunft:
Reinhard Schnidrig-Petrig, BUWAL, Abteilung Artenmanagement, Tel. 031 323 03 07
Christoph Jäggi, BUWAL, Abteilung Artenmanagement, Tel. 031 324 78 49
Klaus Robin, Projekt Luchsumsiedlung Nordostschweiz Luno, Tel. 055 285 30 50


Titel und Bezugsadresse des Berichtes, der den Kantonen vorgelegt wurde:

Robin K, Nigg H. 2005:

Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO. Bericht über die Periode 2001 bis 2003.

Schriftenreihe Umwelt Nr. 377. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern
53 S. + CD.ROM
Mit einem Vorwort von Dr. Hansjörg Blankenhorn, Leiter Sektion Jagd und Wildtiere, Abt. Artenmanagement
BUWAL
Redaktion:
Robin K, ROBIN HABITAT AG
Nigg H, WildARK Ostschweiz
Ryser A, KORA
Jäggi Ch, BUWAL, Abt. Artenmanagement, Sektion Jagd und Wildtiere
Gestaltung: Obrecht J-M, ROBIN HABITAT AG


Bezug:
Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft
Dokumentation
CH-3005 Bern
Fax +41 (0)31 324 02 16
E-Mail: docu@buwal.admin.ch
Internet: www.buwalshop.ch
Bestellnummer: SRU-377-D
Preis. CHF 15.00 (inkl. MWST; zuzüglich Port0+Verpackung)


Robin K., Nigg H. 2005: Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO. Bericht über die Periode 2001 bis 2003.
Schriftenreihe Umwelt Nr. 377. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern

BUWAL-Bericht-SRU-377-LUNO 2001_2003.pdf(2.5 MB)

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30. März 2005 / LUNO

Abgeltung von luchsbedingten Schäden an Haus- und Nutztieren

Aktualisierte Version

Zum Sommeranfang bringen die Landwirte ihre Weidetiere auf die Alpen. Im Herbst kehren jedoch nicht alle Tiere zurück. Einige kommen durch Unfälle wie Blitz- und Steinschlag oder durch Krankheit ums Leben. Auch Beutegreifer wie der Luchs können Kleinvieh reissen. Den Herdenbesitzern entsteht dadurch ein Schaden. Während die Verluste durch Unfälle und Krankheit von Versicherungen oder vom Besitzer selbst zu tragen sind, werden nachgewiesene Luchsrisse an Kleinvieh durch Bund und Kantone abgegolten.
Das Konzept Luchs Schweiz 2004 und die zuständigen kantonalen Ämter haben festgelegt, wie im Fall eines möglichen Luchsrisses vorzugehen ist.

Alp-Sömmerung von Schafen und Ziegen

Bald beginnt wieder die traditionelle Alpsaison in der Landwirtschaft. Schafe, Ziegen und Rinder werden aus den Talgebieten auf die Alpweiden gebracht und bleiben dort - nicht selten unbetreut - bis kurz vor dem ersten Schnee. Die Herdenbetreuer finden bei den Kontrollbesuchen von Zeit zu Zeit ein totes Tier. Laut KORA-Umfragen (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz) bei Schafhaltern kehren rund 3% der gesömmerten Schafe nicht mehr von der Alp zurück. Es stellt sich jeweils die Frage nach der Todesursache. In Frage kommen Unfall, Krankheit oder ein Beutegreifer. Wirtschaftlicher Schaden, der durch Unfall oder Krankheit entstanden ist, wird von einer Versicherung abgegolten, sofern sich der Besitzer gegen solche Ereignisse versichert hat. Unterliess er den Abschluss einer entsprechenden Versicherung, hat er den Schaden selbst zu tragen. - Liegt ein erwiesener Luchsriss vor, entschädigen Bund und Kantone den Verlust gemäss dem Konzept Luchs Schweiz 2004 und folgen dabei den Abgeltungsrichtlinien der Kleinvieh-Zuchtverbände.

Luchsrisse und Schadensverhütung

In den Alpsommern 2001 bis 2004 haben Luchse in der Nordostschweiz ein Haustier gerissen. In der Nacht vom 1. auf den 2. August 2002 hatte AURA eine Ziege getötet.
Wie eine Studie der KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz) aus dem Berner Oberland, den Freiburger und Waadtländer Alpen gezeigt hat, treten Konflikte vor allem in Gebieten auf, wo Schafweiden in unmittelbarer Nähe zu Waldflächen liegen. Weiden, auf denen Schafe gerissen wurden, lagen in mehr als 70% der Fälle weniger als 100m vom Waldrand entfernt. Befand sich die Weide mehr als 850m vom Waldrand entfernt oder höher als 2080müM, traten überhaupt keine Luchsrisse mehr auf. Die meisten Schäden gehen auf einzelne Luchse zurück, die sich (vorübergehend) auf Nutztiere bestimmter Weiden spezialisieren.
Luchsrisse lassen sich aufgrund charakteristischer Merkmale meist eindeutig von anderen Todesursachen unterscheiden. Luchse töten ihre Beute durch einen gezielten Biss in den Hals und beginnen in der Regel von den Oberschenkeln her daran zu fressen. Zur Beurteilung ist es wichtig zu wissen, wann ein totes Haustier gefunden wurde: je früher nach dem Riss, desto zuverlässiger die Diagnose. In zweifelhaften Fällen kann die kantonale Verwaltung eine Expertise durch Spezialisten anfordern. Eindeutig vom Luchs gerissene Nutztiere werden nach den Grundsätzen des Konzeptes Luchs Schweiz 2004 entschädigt. Werden Schafe oder Ziegen im Wald gerissen, erfolgt keine Abgeltung. Eine Ausnahme besteht für Gebiete, in denen gemäss Waldgesetz ein geordneter Weidebetrieb erlaubt ist. Auf Weiden mit erhöhten Schäden müssen der Situation angepasst eine oder mehrere Massnahmen zur Schadensverhütung ergriffen werden. Dazu gehören das Wechseln der Weide nach einem Schadenereignis, das Ausrüsten von Schafen mit breiten Schutzhalsbändern, das Einpferchen in gesicherte Gehege über Nacht, das Anbringen von Elektrozäunen, der Schutz der Herden durch Hirten mit Hunden und die Aufhebung der Weidenutzung nach wiederholt auftretenden Schäden. Der Bund beteiligt sich bis zu 100% an den Kosten.

Vorgehen im Schadenfall

In allen Kantonen führt der erste Kontakt eines Landwirtes, der ein totes Tier auf der Weide vorfindet, für das der Luchs als Ursache in Frage kommt, zur kantonalen Jagdverwaltung, zum zuständigen Wildhüter oder zur Kantonspolizei. Die Zuständigen setzen sich, falls erforderlich, mit Spezialisten der LUNO-KORA in Verbindung. Das tote Tier wird am Fundort nach einem vorgegebenen Protokoll untersucht. Steht der Luchs als Ursache fest, erfolgt die Einleitung der Abgeltungszahlung durch den Kanton. Falls vorgesehen, kommen die Wildschadensschätzer ins Spiel. Sie orientieren sich dabei an den offiziellen Einschätztabellen der Schweizerischen Kleinviehzuchtverbände. Der Bund übernimmt 80% und der jeweilige Kanton 20% der Abgeltungssumme. Es ist die Pflicht und liegt im Interesse des Geschädigten, tote Tiere sofort zu melden, um eine Beurteilung der Todesursache zu ermöglichen. Denn erfolgt eine Meldung zu spät, kann an einigen vertrockneten Knochen nichts mehr ausgesagt werden über die Todesursache. Damit entfällt auch ein allfälliger Abgeltungsanspruch.


Vorgehen nach Kanton

(gemäss Amtsleiter Jagd und Fischerei des jeweiligen Kantons)

Sinnvoll ist es, bei der Beurteilung eines Luchsrisses das entsprechende Formular zu verwenden

Meldeformulare für Luchsbeobachtungen und Luchsrisse


Appenzell Ausserrhoden

Willi Moesch
Schadenfälle sind unverzüglich der Jagdverwaltung in Trogen, Tel. 071 343 66 66 zu melden. Das gerissene Tier muss unverändert am Schadenort liegen bleiben. Der Direktionssekretär für Landwirtschaft und Forstwesen sowie der Kantonale Wildhüter beurteilen als ausgebildete Experten den Schadenfall vor Ort. Das Schadenformular ist durch die Experten lückenlos auszufüllen. Der Kanton AR ist bestrebt, allfällige Schäden vollständig und in Ergänzung zu den Bestimmungen des BUWAL zu entschädigen.


Appenzell Innerrhoden

Alfred Moser
Der Geschädigte meldet den Schaden bei der Polizei, direkt bei der Jagdverwaltung oder beim Wildhüter. Der Riss soll unverändert liegen bleiben. Der landwirtschaftliche Vertreter der Wildschadenkommission sowie der Wildhüter nehmen so schnell wie möglich einen Augenschein an der Rissstelle mit dem Geschädigten und bewerten diesen nach den vorhandenen Vorlagen und dem erlernten Vorgehen am Luchsrisskurs 2001 in Bütschwil. Dem Geschädigten wird ein Wildschadenmeldeformular ausgehändigt, welches er wahrheitsgetreu samt der Schadensforderung unterzeichnet und der Wildschadenkommission zuzustellen hat. Bis zur Schadensgrösse von Fr. 500.00 entscheiden die zwei Vertreter sofort und über Fr. 500.00 die Wildschadenkommission an der nächsten Sitzung. Der Kanton hat die Absicht, die Luchsschäden sofort, unkompliziert und in Ergänzung zum Bund vollständig zu entschädigen.


St. Gallen

Guido Ackermann
In jedem Fall meldet der Geschädigte einen Schaden sofort an ein Organ der Wildhut. Die Wildhut versucht, mit dem Geschädigten eine einvernehmliche Lösung zu finden. In zweifelhaften Fällen kann die Wildhut einen Experten zuziehen. Steht der Luchs als Ursache fest, erstellt die Wildhut ein Schadenprotokoll mit der Abgeltungssumme, wobei sie sich an den offiziellen Einschätztabellen der Schweizerischen Kleinviehzuchtverbände orientiert. Wird keine einvernehmliche Lösung erzielt, meldet die Wildhut den Schadenfall dem Wildschadenschätzer. Der Wildschadenschätzer erstellt das Schadenprotokoll mit der Abgeltungssumme, wobei auch er sich an den offiziellen Einschätztabellen der Schweizerischen Kleinviehzuchtverbände orientieren muss.


Thurgau

Roman Kistler
Der Geschädigte meldet den vermuteten Luchsschaden unverzüglich einem kantonalen Wildschadenexperten oder der Jagd- und Fischereiverwaltung. Gleichzeitig orientiert er die lokale Jagdgesellschaft. Das tote Tier soll unverändert liegen bleiben. Der Wildschadenexperte nimmt mit dem Geschädigten so schnell wie möglich einen Augenschein am Fundort vor und untersucht das Tier nach dem vorgegebenen Protokoll. In zweifelhaften Fällen kontaktiert er einen Spezialisten. Steht der Luchs als Ursache fest, komplettiert er das Schadenprotokoll mit der Abgeltungssumme, wobei er sich an den offiziellen Einschätztabellen der Schweizerischen Kleinviehzuchtverbände orientiert. Der Geschädigte und die Jagd- und Fischereiverwaltung erhalten je eine Kopie des Protokolls. Sind sie mit der Schätzung nicht einverstanden, können sie innert 20 Tagen beim Departement für Justiz und Sicherheit Einsprache erheben.

Kantonale Wildschadenexperten:
- Roland Werner, Wäldi 071 657 12 08
- Rudolf Weber, Frauenfeld 052 721 27 28
- Pirmin Dähler, Eschenz 079 437 94 21

Jagd- und Fischereiverwaltung, Frauenfeld 052 724 25 39


Zürich

Urs Philipp
Ein vermuteter Luchsriss an Kleinvieh soll durch den Geschädigten der Kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung gemeldet werden. Gleichzeitig orientiert er die lokale Jagdgesellschaft. Das tote Tier soll unverändert liegen bleiben. So schnell wie möglich nimmt der Wildschadenexperte mit dem Geschädigten am Fundort einen Augenschein vor und untersucht das Tier nach dem vorgegebenen Protokoll. In zweifelhaften Fällen kontaktiert er einen Spezialisten. Steht der Luchs als Ursache fest, komplettiert er das Schadenprotokoll mit der Abgeltungssumme, wobei er sich an die offiziellen Einschätztabellen der Schweizerischen Kleinviehzuchtverbände hält. Der Geschädigte und die Fischerei- und Jagdverwaltung erhalten je eine Kopie des Protokolls. Wird keine Einigkeit erzielt, kann der Geschädigte bei der zuständigen kantonalen Instanz innert vorgegebener Frist Einspruch erheben.


Weitere Auskünfte:

Appenzell Ausserhoden
Willi Moesch
Jagdverwalter
Jagdverwaltung des Kantons Appenzell Ausserrhoden
Rathaus
Postfach
9043 Trogen
Tel.: 071 343 66 02
willi.moesch@kapo.ar.ch


Appenzell Innerrhoden
Alfred Moser
Jagd- und Fischereiverwalter
Jagd- und Fischereiverwaltung
des Kantons Appenzell Innerrhoden
Gaiserstrasse 8
9050 Appenzell
Tel.: 071 788 02 25
alfred.moser@bud.ai.ch


St. Gallen
Guido Ackermann
Leiter des Amtes für Jagd und Fischerei
des Kantons St. Gallen
Davidstrasse 35
9001 St. Gallen
Tel.: 071 229 32 87
guido.ackermann@sg.ch


Thurgau
Herr Roman Kistler
Jagd- und Fischereiverwalter
Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau
Spannerstrasse 29
8510 Frauenfeld
Tel.: +41 (52) 724 25 39
roman.kistler@tg.ch


Zürich
Urs Philipp
Fischerei- und Jagdverwalter
Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich
Jungholzstrasse 6
8090 Zürich
Tel.: 01 315 52 01
urs.philipp@vd.zh.ch


BUWAL
Dr. Reinhard Schnidrig-Petrig
BUWAL
Abteilung Artenmanagement
Sektion Jagd & Wildtiere
CH-3003 Bern
Tel.: 031 323 03 07
reinhard.schnidrig@buwal.admin.ch


LUNO
Dr. Klaus Robin
Projekt Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO2
Projektkoordinator und
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit
c/o Robin Habitat AG
Rickenstrasse 2
8730 Uznach
Tel.: 055 285 30 50
079 354 23 73
klaus.robin@robin-habitat.ch

 

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11. Februar 2005 / LUNO

Wie gross ist der Luchsbestand in der Nordostschweiz?


Tiefverschneiter Wald im Tössstockgebiet; 4.2.2005;
Foto: K. Robin


Im Laufe der vergangenen Monate sind ausser jenem von TURO alle Sender ausgefallen. Dies hat zur Folge, dass über die An- oder Abwesenheit von Luchsen im Projektgebiet nur wenig bekannt ist.
Deshalb kommen nun andere Methoden zum Einsatz.

Spurentaxation
Eine der Methoden heisst Spurentaxation. Dabei schreiten Mitarbeiter des Arbeitsbereichs Luchsmonitoring zuvor ausgewählte Forststrassen ab und suchen nach Luchsspuren. Voraussetzung ist eine gute Schneelage, wie sie im Moment herrscht. Geplant ist, in den kommenden zwei Monaten insgesamt 300 km Forststrassen nach Luchsspuren abzusuchen. Neben der Frage, ob Luchse an- oder abwesend sind, soll mit der Spurenanalyse geklärt werden, ob im Jahr 2004 Jungluchse geboren worden waren, die bis heute überlebt haben.

Fotofalleneinsatz
An günstigen Geländepunkten, an denen Luchse voraussichtlich vorbeigehen, werden spezielle Kameras gestellt, sogenannte Fotofallen. Um beide Körperseiten der Luchse fotografisch festzuhalten, werden an diesen Stellen zwei Geräte montiert. Das eine reagiert auf Bewegungen, das zweite auf Blitzlicht. Da die linke und die rechte Körperseite der Luchse ein unterschiedliches Fellmuster aufweisen, ist es wichtig, beide Körperseiten festzuhalten, um Verwechslungen auszuschliessen.
Hinzu kommen Fotofalleneinsätze an Luchsrissen.

Fotofallen wurden bereits im Kanton Bern im Winter 2003/2004 mit Erfolg eingesetzt. In einem Vorlauf ist diese Methode im Raum Tössstock getestet worden und hat bereits zu neuen Erkenntnissen geführt. Fotografiert worden ist neben TURO, dessen Sender noch funktioniert, und einer ganzen Anzahl Füchsen auch der seit Monaten nicht mehr nachgewiesene NEMO!

Sollten Sie als Waldläuferin oder -läufer Luchsspuren beobachten oder zufällig einen Luchsriss finden, so melden Sie diese Beobachtungen bitte mit unserem Meldeformular an Andreas Ryser.

Luchsbeobachtungen: Qualitäten von Zufallsbeobachtungen

Zufallsbeobachtungen sind Beobachtungen von Luchsen und ihren Hinterlassenschaften, die nicht im Rahmen der radiotelemetrischen Überwachung gemacht wurden. Sie werden nach internationalen Kriterien (Molinari-Jobin et al. 2003. Pan-Alpine Conservation Strategy for the Lynx. Nature and environment 130, Council of Europe Publishing) in drei Qualitätsstufen unterteilt.

Q1: "Hard facts" wie tot gefundene Luchse, Beobachtungen mit fotografischem Beleg, eingefangene (Jung)tiere.

Q2: Von ausgebildeten Personen bestätigte Meldungen wie Risse (Nutz- und Wildtiere), Spuren und Kotfunde.

Q3: Nicht überprüfte Riss-, Spuren- und Kotfunde und alle nicht überprüfbaren Hinweise wie Lautäusserungen und Sichtbeobachtungen.

Nach Vorgabe der Operativen Projektleitung des Projektes LUNO werden die Beobachtungen der Stufen Q2 und Q3 gesammelt und in separaten Listen geführt (was bisher schon geschehen ist) und neu nun auch in die publizierten Karten eingetragen, wobei die Q2 als Kreis- und die Q3 als Quadratflächen dargestellt sind.


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14. Januar 2005 / LUNO

Der Luchs: Rückkehr auf leisen Pfoten

Unter diesem Titel ist 2004 eine neue Monografie über den Luchs erschienen. Die Besprechung des Buches im Ornithologischen Beobachter (Der Ornithologische Beobachter 2004, 101; Schriftenschau, 348) durch Christian Marti fällt durchzogen aus:

"Trotz der seit nun 30 Jahren laufenden Luchs-Wiederansiedlungen gab es bisher auf dem deutschsprachigen Büchermarkt erstaunlicherweise keine modernere Monografie über den Luchs (der Reprint des «Neuen-Brehm-Buchs» über den Luchs von E. Matjuschkin aus dem Jahre 1978, 2004 im Westarp-Verlag erschienen, kann diese Lücke verständlicherweise auch nicht füllen). Es ist bezeichnend, dass diese heimliche Grosskatze auch in den Märchen und frühen zoologischen Büchern Mitteleuropas kaum Spuren hinterlassen hat - ganz anders als etwa Wolf, Bär und Steinadler. Diesem Mangel haben der Zoologe, Naturfotograf und freie Journalist Robert Hofrichter und die Journalistin Elke Berger abgeholfen. ...
... Trotz guter Ansätze: «Das Luchsbuch schlechthin», wie auf dem Einband behauptet wird, ist das vorgestellte Werk nicht; eher eine Art Überbrückung, bis später vielleicht ein ausgereifteres Buch über den Luchs erscheint. "

Der ganze Rezensionstext kann hier als PDF-Datei (18 KB) heruntergeladen werden.

Hofrichter, R. & E. Berger (2004): Der Luchs: Rückkehr auf leisen Pfoten. Stocker, Graz, 160 S., zahlr. farbige Abb., sFr. 33.50. ISBN 3-7020-1041-6

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aktualisiert am 11. Februar 2005 / LUNO

NEMOs Sender verstummt; er lebt noch immer im Tössstockgebiet

NEMO, ein Nachkomme von umgesiedelten LUNO-Luchsen, der Mitte November 2003 besendert werden konnte, ist nicht mehr auffindbar. Die Signale seines Peilsenders sind im Spätsommer 2004 plötzlich verstummt. Alle Versuche, ihn wieder zu orten, blieben bisher ergebnislos. NEMO lebt, wie wir inzwischen aufgrund eines Bildes einer Fotofalle weiterhin im Tössstockgebiet

10. Dezember 2004 / LUNO

TURO zurück im Aussetzungsgebiet

Mehr als eineinhalb Jahre nach seiner Umsiedlung könnte der eigenwillige Kuder TURO nun doch noch Anschluss an die neu gegründete Luchspopulation in der Nordostschweiz finden. Vor kurzem hat er sein Heimgebiet am Pfannenstiel, das er nun während rund eines halben Jahres bewohnte, verlassen und hält sich zur Zeit in der Region Tössstock auf. Genau dort ist er im März 2003 zusammen mit AIKA und ihrer inzwischen verstorbenen Tochter AYLA freigelassen worden. Von den Weibchen im LUNO-Kerngebiet (AURA, NURA und BAYA) trennt TURO nun nur noch der Rickenpass. Falls er tatsächlich mit ihnen in Kontakt tritt, könnte dies wegweisend sein für den langfristigen Erfolg des Wiederansiedlungsprojektes. Denn nach dem Tod von VINO lebt zur Zeit mit ODIN nur noch ein einziger der umgesiedelten Kuder im LUNO-Kerngebiet.

Meldeblatt Luchsbeobachtung

Seit nunmehr einem Jahr befindet sich das Projekt LUNO in der zweiten, weniger intensiv überwachten Phase. Keiner der Luchse im LUNO-Kerngebiet ist derzeit mit einem intakten Peilsender ausgestattet. Daher sind zuverlässige und gut dokumentierte Meldungen von Luchsbeobachtungen für die Projektmitarbeiter äusserst wertvoll.
Ein Meldeformular, das dem Beobachter oder der Beobachterin hilft, alle wichtigen Informationen über eine Luchssichtung festzuhalten, ist diesem Newsletter beigelegt.
Damit Beobachtungen möglichst gut beurteilt und im Idealfall sogar einem bestimmten Individuum zugeordnet werden können, sollte das Meldeformular möglichst rasch vollständig ausgefüllt den für das Luchsmonitoring zuständigen Mitarbeitern von LUNO-KORA zugestellt werden. Das Formular kann entweder direkt am Computer ausgefüllt und per Mail an info@kora.ch gesandt oder ausgedruckt und in einem Couvert an KORA, Thunstrasse 31, 3074 Muri BE geschickt werden. Das Formular kann hier herunter geladen werden.

(187 kB)
Meldeformular Luchsbeobachtung

Meldeblatt Rissfunde

Äusserst aufschlussreich für die Raumnutzung und das Verhalten der umgesiedelten Luchse sind Rissfunde. Diese sollten deshalb umgehend dem LUNO-KORA-Team gemeldet werden. Dazu ist das beiliegende Rissmeldeformular entwickelt worden. Es enthält alle wichtigen Details zum Fund und erleichtert es dem Finder, Angaben zum Nutzungsgrad der einzelnen Körperteile zu machen.
Ein gefundener Riss ist an der Fundstelle unverändert liegen zu lassen und sollte nicht unnötig wieder aufgesucht werden.
Das Formular kann hier herunter geladen werden.

(143 kB)
Meldeformular Rissfund

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9. Dezember 2004 / LUNO

LUNO-Überblick in Jagd & Natur

Die Dezembernummer der Zeitschrift Jagd & Natur widmet dem Projekt LUNO einen Überblicksartikel. Der fundierte Text basiert auf dem Synthesebericht über die erste Phase des Projektes LUNO und vermittelt in äusserst kompakter Form eine umfassende Übersicht über Zielsetzungen, Projektverlauf wildbiologische Aspekte und Forschungsresultate von LUNO. Der Text kann hier als pdf-Datei herunter geladen werden.

(326 kB)
Jagd & Natur 12/04

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23. Juli 2004 / LUNO

LUNO-Portrait in der Schweizer Familie

Das Medieninteresse an LUNO bleibt ungebrochen. Susanne Rothenbacher von der Schweizer Familie hat Kuno von Wattenwyl auf einer seiner Peiltouren begleitet. Ihre Eindrücke hat sie mit Fakten über LUNO angereichert. Dabei ist ein grosszügig illustriertes, populär geschriebenes und bei allem sehr informatives LUNO-Portrait entstanden. Es ist hier als pdf-Datei erhältlich.

(647 kB)
Schweizer Familie 7/04

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18. Juni 2004 / LUNO

LUNO-Gesamtschau im Schweizer Jäger

2003 ging das Projekt LUNO1 zu Ende, und mit dem Jahreswechsel hat das Projekt LUNO2 begonnen. In einem Themen-Artikel, der in der Ausgabe 6/04 der Zeitschrift "Schweizer Jäger" erschienen ist, wird eine Standortbestimmung vorgenommen und ein umfassender Überblick über die drei ersten LUNO-Jahre geboten. Es wird erläutert, welche Ziele das Projekt verfolgt, welches die Vorgaben waren, welche Fragen zu beantworten waren, inwieweit Antworten gefunden wurden und wie das Projekt LUNO2 weitergehen soll. Der Artikel kann mit dem unten stehenden Link als pdf-Datei heruntergeladen werden.

(1.4 MB)
Schweizer Jäger 6/04

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23. April 2004 / LUNO

Standortkarte neu vierteljährlich

Seit dem 1. Januar 2004 läuft die zweite Phase des Projektes LUNO, die mit wesentlich weniger finanziellen Mitteln auskommen muss. Um den Aufwand zu optimieren, wird deshalb die Standortkarte auf dieser Seite nicht mehr monatlich, sondern neu vierteljährlich aktualisiert. Die Peilbeobachtungen der Monate Januar bis März 2004 sind heute aufgeschaltet worden.

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Pressemitteilung vom 15. März 2004

Ein weiterer Luchs tot

(luno) Am vergangenen Montagnachmittag, 8.3. 2004, wurde der weibliche Luchs AYLA tot aufgefunden. Eine Privatperson, die mit dem Fahrrad unterwegs war, fand den Tierkörper und benachrichtigte die Kantonspolizei St. Gallen. Eine Untersuchung an Ort ergab, dass das Tier im Gemeindegebiet von Rüthi, St. Galler Rheintal, ca. 20 m neben einer stark frequentierten Strasse, etwa 80 m von der Ökobrücke Hirschensprung entfernt lag und keine äusseren Verletzungen aufwies.
Das Tier wurde von einem Mitarbeiter des Projektes LUNO für die Untersuchung der Todesursache ins Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin des Tierspitals Bern gebracht.
AYLA ist vermutlich an den Folgen einer Kollision mit einem Auto zu Tode gekommen. Nach Informatio-nen der für die Sektion verantwortlichen Tierärztin Marie-Pierre Ryser weist der Tierkörper ausgedehnte Blutungen im Rückenbereich und innere Verletzungen auf. Ausserdem wurde durch eine Röntgenuntersuchung festgestellt, dass AYLA zumindest einmal in ihrem Leben beschossen worden ist; sie trug unter der Haut ein Schrotkorn mit sich. Aufgrund des Frischezustandes des Tierkörpers ist AYLA zwischen dem 5. und dem 7. März angefahren worden. Das von der Kollision betroffene Fahrzeug und die Person, die das Unfallfahrzeug gelenkt hat, sind bisher nicht bekannt.
AYLA, im Jahr 2002 geboren, war am 27.2.2003 bei Moutier im Berner Jura gefangen und am 24.3.2003 im St. Galler Teil des Tössstocks freigesetzt worden. Von dort kommend hat sie den Rickenpass und das Toggenburg durchquert, um sich Mitte Mai 2003 an der Westflanke des Rheintales niederzulassen. AYLA wäre dieses Jahr fortpflanzungsfähig geworden.
Von den neun 2001 und 2003 im Projekt LUNO freigesetzten Luchsen sind drei nicht mehr in der Nordostschweiz. ROCO verschwand im ersten Projektjahr. VINO starb im vergangenen Jahr und AYLA ist nun zu Tode gekommen. Zwei weitere Luchse haben sich ausserhalb des Kerngebietes niedergelassen. Der Luchs TURO lebt nach wie vor im Raum Pfannenstiel/Zürich und kann sich an der Fortpflanzung mit den verbliebenen Weibchen im Kerngebiet Speer-Churfirsten nicht beteiligen. AIKA besiedelt zur Zeit das nordwestliche Glarnerland.
Genetische Untersuchungen an der Universität Bern haben ergeben, dass AYLA die Tochter von AIKA ist. Von den drei im Jahr 2003 freigesetzten Juraluchsen hatte sich nur AYLA der Kerngruppe zwischen Rickenpass und Rheintal angeschlossen und hätte damit die Chance gehabt, die nordwestalpine Linie mit der Juralinie zu verknüpfen. Nicht nur in Bezug auf die schmale Basis der Gründerpopulation, insbe-sondere in genetischer Hinsicht ist der Verlust von AYLA deshalb schwerwiegend.
Im Projekt LUNO sind bisher drei Geburten bekannt geworden (2002: BAYA, zwei Junge; 2003: BAYA, zwei Junge; NURA, ein Junges). In beiden Jahren hat mindestens je ein Jungtier den ersten Winter überlebt.
Im November des vergangenen Jahres wurde im Raum Walenstadt ein männliches Jungtier des Jahres 2002 eingefangen und besendert. Dieses Tier, NEMO, lebt seit Dezember im Raum Tössstock in den Kantonen Zürich und St. Gallen. Die verwandtschaftlichen Beziehungen von NEMO werden zur Zeit abgeklärt. Von einem im April 2003 im Gebiet Werdenberg fotografierten unbesenderten Luchs ist die Herkunft nicht bekannt. Es könnte sich um ein Jungtier aus der neu gegründeten Population handeln.
Aktuell wird angenommen, dass von den neun angesiedelten und den fünf bereits in der Nordostschweiz geborenen Luchsen noch acht bis neun Tiere leben. Davon dürften sich vier erwachsene (ein männliches und drei weibliche Tiere) und ein bis zwei Jungtiere im Kerngebiet zwischen Ricken und Rheintal aufhalten.

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17. Februar 2004 / LUNO

Abschlussbericht über die erste Projektphase von LUNO in Arbeit

(luno) Der Abschlussbericht über die erste Projektphase von LUNO befindet sich zur Zeit in Arbeit. Er soll auf ca. 40 bis 50 Seiten die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt zusammenfassen. Dieser Bericht wird nach Vorliegen auf der LUNO-Homepage verfügbar sein.

In der Nummer 1/2004 des Schweizerischen Wildtierbiologischen Informationsblattes ch-Wildinfo hat die LUNO-Projektkoordination bereits eine kurze Synthese über die ersten drei Projektjahre veröffentlicht. Der Artikel kann hier im PDF-Format heruntergeladen werden (477 kB).

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Pressemitteilung vom 18. November 2003

Ein neuer Luchs am Sender

(luno) In der Nacht vom 16. auf den 17. November ist südlich der Churfirstenkette im Kanton St. Gallen ein männlicher Luchs eingefangen und mit einem Senderhalsband ausgerüstet worden. Der Fang erfolgte an einem gerissenen Reh, von dem die Mitarbeitern des Projektes Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO durch eine Privatperson erfahren hatten. Um 23.30 Uhr tauchte der nicht sendermarkierte Luchs auf, der mit einer fliegenden Spritze aus der Narkosepistole betäubt wurde. Es handelt sich bei diesem Tier um einen männlichen Luchs im Alter von ca. 18 Monaten. Das im Raum Alvier lebende Weibchen Baya hatte letztes Jahr zwei Junge zur Welt gebracht und mindestens eines davon aufgezogen. Ob es sich bei dem neu besenderten Tier um eines dieser beiden Jungen handelt, werden nun genetische Analysen zeigen, deren Ergebnisse gegen Ende Jahr vorliegen sollen.

Nach Auswertung der Fotodokumente hält der Leiter des Moduls Luchsmonitoring, der Wildtierbiologe Andreas Ryser, fest, dass dieses subadulte Männchen nicht identisch ist mit einem Luchs, der im vergangenen Frühling im Bezirk Werdenberg von einem Tierfotografen aus der Region dokumentiert worden war.

Der Sachverhalt, dass im Raum zwischen Rickenpass, Sargans und Rheintal nun ein weiteres Männchen unterwegs ist, entschärft die prekäre Situation auf der Männchenseite. Nachdem Roco bereits 2001 verschwunden und Vino dieses Jahr gestorben war und Turo sich nach wie vor im Raum Zürich aufhält, war Odin das letzte angesiedelte männliche Tier in der noch kleinen Population zwischen Speerkette und Alvier. Vermutlich wird sich das jetzt gefangene und besenderte junge Männchen, Nemo, in der kommenden Ranzzeit von Januar bis April 2004 aber noch nicht fortpflanzen.

Nach wie vor besteht Hoffnung, dass „Turo - der Stadtluchs“ den Weg nach Osten finden und seine Gene in den Bestand einbringen wird. Dass dies nicht ausgeschlossen ist, zeigt das Verhalten des Weibchens Aika, das sich während Monaten in der Albiskette festgesetzt hatte und nun seit einigen Tagen nach Osten wandert.

Im Zusammenhang mit nicht besenderten Luchsen im Projektgebiet wurde das Projektteam immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob im Rahmen des Projektes LUNO in der Nordostschweiz zusätzliche, unbesenderte, Luchse freigesetzt worden seien. Die Projektleitung von LUNO hält fest, dass ausschliesslich die 9 bekannten Tiere (2001: Aura, Baya, Nura, Odin, Roco, Vino; 2003: Aika, Ayla, Turo) umgesiedelt worden sind.

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Pressemitteilung vom 13. November 2003

Das Projekt Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO wird in reduziertem Umfang fortgesetzt.

(luno) In Weinfelden/TG tagte gestern der Strategische Lenkungsausschuss des Projektes Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO, dem die für die Jagd zuständigen Regierungsräte der beteiligten Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie der Direktor des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft angehören. Der Ausschuss nahm vom Bericht über den bisherigen Verlauf des Projektes und seiner Kommunikation in zustimmendem Sinn Kenntnis.
Eine Mehrheit des Ausschusses hat beschlossen, das Projekt LUNO in modifizierter und finanziell wesentlich reduzierter Form für eine beschränkte Zeitdauer weiterzuführen. Die entsprechenden Vertragsverhandlungen zwischen dem Bund und den Kantonen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Zu den Details folgen weitere Informationen nach Abschluss des Folgevertrags.

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(Details...)


Hinweise auf das Archiv

 

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