
12. Juni 2001
Medienmitteilung
Luchsumsiedlung Nordostschweiz:
Die sechs umgesiedelten Luchse erkunden die Nordostschweiz
Zwischen dem 5. März 2001 und dem 20. April 2001 wurden sechs
Luchse aus den Kantonen Bern, Waadt und Freiburg in die Nordostschweiz
umgesiedelt. Die vier im Tössstockgebiet (Kt. Zürich) und
die zwei im Toggenburg (Kanton St. Gallen) ausgesetzten Luchse suchen
sich in der Nordostschweiz nun ihr Revier. Zum Teil legen sie beachtliche
Distanzen zurück. Auf ihren Streifzügen ernähren sie
sich hauptsächlich von Rehen und Gämsen. Nutztiere kamen bis
heute nicht zu Schaden.
Das Luchsweibchen Nura und der Kuder (Luchsmännchen) Vino, das
erste Anfang März umgesiedelte Luchspaar, halten sich zusammen
mit dem Luchsweibchen Aura, das Ende März im Toggenburg ausgesetzt
wurde, im Raum Ricken / Speer auf.
Das dritte Luchsweibchen, Baya, das am Tössstock ausgesetzt wurde,
durchstreift zur Zeit das Obertoggenburg.
Die beiden Kuder Odin und Roco erkunden grössere Gebiete. Während
Odin seit seiner Aussetzung im Toggenburg grosse Wanderungen durch die
Regionen St.Gallen, Rheintal und Appenzellerland unternommen hat, suchte
Roco zuerst in der Region Winterthur sein Glück, wandte sich dann
nach Südosten, wanderte durch das Toggenburg und hält sich
nun in der Region um den Alvier im Werdenbergischen auf. Ob sich Odin
am Fusse des Alpsteins im Appenzellerland wohl fühlt und Roco sein
Revier im "Werdenberg" findet, wird sich zeigen und kann zum
heutigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Die Luchswanderungen können
auf der Seite "Standorte" verfolgt werden. Zum Schutz der
Tiere wird der Aufenthaltsraum der Luchse nur grossräumig angegeben.
Radiotelemetrische Beobachtung der Luchswanderungen
Die genauen Aufenthaltsorte der Luchse lassen sich dank der regelmässigen
radiotelemetrischen Überwachung der Tiere eruieren. Die Luchse
werden zwei- bis dreimal wöchentlich gepeilt. Zur Zeit sind dies
noch radiotelemtrische Peilungen. Die Satelliten-Telemetrie ist noch
nicht möglich, da zu viele technische Fragen offen sind.
Die Dokumentation der Luchswanderungen und -reviere bildet die Grundlage
für weitere Untersuchungen. So werden die Schalenwildbestände,
wie Rehe und Gämsen, das Vorkommen seltener Tierarten, wie das
Auerhuhn, und die Waldentwicklung in den Luchsrevieren untersucht, um
die Auswirkungen der Luchsumsiedlung auf das Ökosystem umfassender
zu beurteilen.
Download:
Fotoserie von Auras Freilassung am 23. März 2001 (schwarz-weiss)
Bild von Roco (farbig)
Weitere Auskünfte ab 1. 1. 2002:
Dr. Klaus Robin
Projektkoordinator LUNO
c/o Robin Habitat AG
Rickenstrasse 2
CH-8730 Uznach
Telefon ++41 55 285 30 50
Fax ++41 55 285 30 51
Mobile 079 354 23 73
E-mail klaus.robin@luno.ch
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