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14. September 2001
Luchsumsiedlung Nordostschweiz: War es der Luchs? Luchsrissdiagnostikkurs in BütschwilDas Konzept Luchs Schweiz sichert Kleinviehhaltern Schadenersatz zu, falls ein Schaf oder eine Ziege nachweislich von einem Luchs gerissen worden ist. Beutegreifer hinterlassen an ihren Rissen Spuren und Zeichen, die es in den meisten Fällen erlauben, den Verursacher zu identifizieren. Um sich über die Rissdiagnostik ins Bild zu setzen, besuchten kürzlich Mitarbeiter kantonaler Landwirtschafts- und Jagdverwaltungen und kantonale Wildschadenschätzer in Bütschwil im Toggenburg einen Rissdiagnostikkurs. Dazu eingeladen hatte das Projekt LUNO. Knapp fünfzig Personen aus den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen, Thurgau und Zürich fanden sich kürzlich auf Einladung der Projektkoordination des Projektes Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO" in Bütschwil ein, um sich in die Geheimnisse der Rissdiagnostik einweihen zu lassen. Die Identifikation von Zeichen und Rissen des Luchses und die Abgrenzung gegen andere Todesursachen (andere Beutegreifer, Verkehr, Krankheiten) sowie die Beurteilung von gerissenen oder angefressenen Tieren waren die Schwerpunkte des Kurses. Zur Einführung in die Thematik berichteten die Spezialisten der KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz) zuerst über die Biologie und Ökologie des Luchses. Dabei erläuterten sie auch die unterschiedlichen Jagd- und Risstechniken von Luchs, Fuchs und Hund. Dann gingen sie kurz auf den aktuellen Stand des Moduls Luchs im Projekt LUNO ein. Mit zahlreichen plakativen Bildbeispielen erfuhren die Kursteilnehmer, ob und wie zuverlässig sich die Verursacher der verschiedenen Biss-, Kratz- und Quetschspuren unterscheiden lassen. Dabei war offenkundig, dass sich die Risse in vielen Fällen, aber nicht immer, eindeutig identifizieren lassen. Die Kantonsverteter informierten über den im jeweiligen Kanton gültigen Meldeweg und über die Vergütung von Luchs-Schäden an Kleinvieh. In allen Kantonen führt der erste Kontakt eines Landwirtes, der ein totes Tier auf der Weide vorfindet, für das der Luchs als Ursache in Frage kommt, zur kantonalen Jagdverwaltung oder zum zuständigen Wildhüter. Die Zuständigen setzen sich, falls erforderlich, mit Spezialisten der LUNO-KORA in Verbindung. Das tote Tier wird am Fundort nach einem vorgegebenen Protokoll untersucht. Steht der Luchs als Ursache fest, erfolgt die Einleitung der Abgeltungszahlung durch den Kanton. Falls so geregelt, kommen die Wildschadensschätzer ins Spiel. Sie orientieren sich dabei an den offiziellen Einschätztabellen der Schweizerischen Verbände. Der Bund übernimmt 80% und der jeweilige Kanton 20 % der Abgeltungssumme. Es ist die Pflicht und liegt im Interesse des Geschädigten, tote Tiere sofort zu melden, um eine Beurteilung der Todesursache zu ermöglichen. Denn erfolgt eine Meldung zu spät, kann an einigen vertrockneten Knochen nichts mehr ausgesagt werden über die Todesursache. Damit entfällt auch ein allfälliger Abgeltungsanspruch. In Ergänzung zu den reich bebilderten Vorträgen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, ihre theoretischen Kenntnisse praktisch an mehr als 20 Tierkadavern anzuwenden und zu überprüfen. Erste Ansprechpartner für Nutztierhalter bei vermutetem Luchsriss: In den Kantonen Appenzell A.Rh, Appenzell I.Rh., Thurgau und Zürich sind bei vermutetem Luchsriss die kantonalen Jagdverwaltungen und im Kanton St. Gallen die zuständigen Wildhutposten zu kontaktieren. Weitere Auskünfte ab 1. 1. 2002: Dr. Klaus Robin [ Seitenanfang ]
Luchsumsiedlung Nordostschweiz: Einbezug der regionalen Bevölkerung im ToggenburgDen Verantwortlichen des Luchsumsiedlungsprojekts Nordostschweiz (LUNO) ist eine transparente und offene Kommunikation ein wichtiges Anliegen. Die direktbetroffene, lokale Bevölkerung wird daher aktiv in das Projekt LUNO miteinbezogen. Vertreter der verschiedenen Dialoggruppen, ob Befürworter oder Gegner, werden in regionalen Begleitgruppen zusammengeführt. Auch für die Bevölkerung im Toggenburg wurde eine solche Begleitgruppe ins Leben gerufen. Die Kommunikation der Projektinformationen zur Luchsumsiedlung soll nicht nur einseitig von Seiten der Projektverantwortlichen erfolgen. Das Kommunikationsziel besteht darin, einen Dialog mit der direktbetroffenen Bevölkerung aufzubauen. Dazu werden in den von der Luchsumsiedlung betroffenen Regionen Kommunikationsgruppen, kurz LUNORegs, gebildet. Bei der Zusammenstellung der Gruppen wird insbesondere darauf geachtet, dass ein möglichst breites Interessensspektrum der regionalen Bevölkerung vertreten ist. Zu den einzelnen Gruppen können bei Bedarf weitere Interessensvertreter stossen. Seit diesem Frühjahr besteht eine solche LUNOReg auch für die Region Toggenburg. Die Mitglieder dieser Gruppe werden von den Projektverantwortlichen regelmässig über den Projektverlauf informiert. Neben dieser Information vor Ort ist es aber eine besonderes wichtige Aufgabe der Mitglieder, dass sie ihre Meinung zum geplanten Projektverlauf und allfällig daraus entstehende Probleme oder Anliegen der Bevölkerung direkt vorbringen, damit diese in die zukünftige Projektplanung miteinfliessen können. Die Mitglieder der LUNOReg stehen dementsprechend der Bevölkerung in den Regionen sowohl für Anliegen, welche aus dem Projekt Luchsumsiedlung hervorgehen, wie auch für detailliertere Informationen zur Verfügung. Mitglieder der LUNOReg Toggenburg (Stand: September 2001):
Dr. Klaus Robin [ Seitenanfang ]
Luchsumsiedlung Nordostschweiz:Einbezug der regionalen Bevölkerung im TössstockgebietDen Verantwortlichen des Luchsumsiedlungsprojekts Nordostschweiz (LUNO) ist eine transparente und offene Kommunikation ein wichtiges Anliegen. Die direktbetroffene, lokale Bevölkerung wird daher aktiv in das Projekt LUNO miteinbezogen. Vertreter der verschiedenen Dialoggruppen, ob Befürworter oder Gegner, werden in regionalen Begleitgruppen zusammengeführt. Auch für die Bevölkerung im Einzugsgebiet Töss und Murg wurde eine solche Begleitgruppe ins Leben gerufen. Die Kommunikation der Projektinformationen zur Luchsumsiedlung soll nicht nur einseitig von Seiten der Projektverantwortlichen erfolgen. Das Kommunikationsziel besteht darin, einen Dialog mit der direktbetroffenen Bevölkerung aufzubauen. Dazu werden in den von der Luchsumsiedlung betroffenen Regionen Kommunikationsgruppen, kurz LUNORegs, gebildet. Bei der Zusammenstellung der Gruppen wird insbesondere darauf geachtet, dass ein möglichst breites Interessensspektrum der regionalen Bevölkerung vertreten ist. Zu den einzelnen Gruppen können bei Bedarf weitere Interessensvertreter stossen. Seit diesem Frühjahr besteht eine solche LUNOReg auch für die Region Tössstock. Die Mitglieder dieser Gruppe werden von den Projektverantwortlichen regelmässig über den Projektverlauf informiert. Neben dieser Information vor Ort ist es aber eine besonderes wichtige Aufgabe der Mitglieder, dass sie ihre Meinung zum geplanten Projektverlauf und allfällig daraus entstehenden Problemen oder Anliegen der Bevölkerung direkt vorbringen, damit diese in die zukünftige Projektplanung miteinfliessen können. Die Mitglieder der LUNOReg stehen dementsprechend der Bevölkerung in den Regionen sowohl für Anliegen, welche aus dem Projekt Luchsumsiedlung hervorgehen, wie auch für detailliertere Informationen zur Verfügung. Mitglieder der LUNOReg Tössstock (Stand: September 2001):
Dr. Klaus Robin Heinz Nigg
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