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20. September 2001 Projekt Luchsumsiedlung Nordostschweiz Von ROCO fehlen PeilsignaleVom Luchskuder ROCO fehlen zur Zeit Peilsignale. Trotz intensiver Suche
konnte der Luchskuder in seinem bisherigen Streifgebiet rund um den
Alvier/SG nicht geortet werden. Das vom Boden operierende Peilteam hatte
vorerst seine Suchanstrengungen im Raum Alvier gesteigert und anschliessend
den Suchraum ausgedehnt. Da ein Signalempfang weiterhin ausblieb, erfolgte
in einem mit Peilantennen ausgerüsteten Flächenflugzeug (zu
Lasten des BUWAL-Projekt-Budgets) ein erster Suchflug auf 3000 Metern
Höhe. Abgesucht wurde das gesamte Kompartiment II und die südlich
und östlich benachbarten Randbereiche zwischen dem Raum Zug und
dem vorarlbergischen Feldkirch. Auch dabei konnten keine Signale des
Halsbandes von ROCO aufgefangen werden. Vom Luchskuder ROCO fehlen seit einiger Zeit Peilsignale. Das Tier stammt aus dem Raum Les Diablerets VD und geht am 14. März dieses Jahres in die Falle. Am 8. April wird es auf der Zürcher Seite des Tössstockgebiets ausgesetzt, bleibt kurz in der Freilassungsregion und setzt sich dann nach Norden Richtung Winterthur ab. Bereits im Mai dreht ROCO um und wechselt der Südflanke des mittleren Toggenburgs entlang zügig nach Südosten. Er durchquert die Streifgebiete des Kuders VINO und der Weibchen Aura und Nura und wählt als eigenen Lebensraum die Region rund um den Alvier. Dort bezieht er ein knapp 100 Quadratkilometern grosses Gebiet. Er hält sich dabei meist nordöstlich des Gebirgskammes auf, sucht aber auch einige Male die Südwestflanke des Alviers auf. Im Juli wechselt das Luchsweibchen BAYA in das Streifgebiet von ROCO ein. Die letzte Peilung lokalisierte ROCO im Raum Alvier. Das vom Boden aus operierende Peilteam hat zuerst seine Suchanstrengungen diesem Gebiet gesteigert und dann den Suchraum ausgedehnt. Da ein Signalempfang weiterhin ausblieb, erfolgte in einem mit Peilantennen ausgerüsteten Flächenflugzeug ein erster Suchflug auf 3000 Metern Höhe. Abgesucht wurde das gesamte Kompartiment II und die südlich und östlich benachbarten Randbereiche zwischen Zug und dem vorarlbergischen Feldkirch. Auch dabei konnten keine Signale des Halsbandes von ROCO aufgefangen werden. Der Abbruch des Empfangs von Peilsignalen lässt drei Interpretationen zu:
Nach den bisherigen Erfahrungen in der Anwendung von Peilsendern ist ein technischer Defekt nicht auszuschliessen. In diesem Fall werden im bisherigen Streifgebiet auch künftig Hinweise auf ROCO zu beobachten sein. Zudem dürfte sich die Raumverteilung der benachbarten Kuder nicht wesentlich verändern. Um einen Sender aktiv zu zerstören, ist ein massiver Unfall, verbunden mit einem heftigen mechanischen Aufprall des Senderhalsbandes, Voraussetzung oder dann die Behändigung des Tieres, was Projektaussenstehenden ohne illegale Handlungen nicht möglich ist. Von diesen beiden Szenarien wird zur Zeit nicht ausgegangen, da auch eine grossräumige Abwanderung von ROCO durchaus möglich ist. Deshalb wird demnächst ein weiterer Suchflug stattfinden. Diese Suchflüge gehen zu Lasten des BUWAL-Projekt-Budgets. Der Einsatz eines Flächenflugzeugs ist im Preis-/Leistungsvergleich die effizienteste Suchmethode, um grosse Flächen in kurzer Zeit zu prüfen. Allerdings erreichen die Ergebnisse nicht die Qualität terrestrischer Peilungen, geben aber ausreichend exakt Auskunft über Anwesenheit oder Abwesenheit funktionierender Senderhalsbänder. Weitere Auskünfte: Telefon ++41 55 285 30 50 e-mail klaus.robin@luno.ch
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