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AURA rennt nach der Freilassung davon.
     
     
   
     
     
     
     
     
   
     
     
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17. Januar 2002

Pressemitteilung zu den Entscheiden des Strategischen Lenkungsausschusses des Projektes LUNO vom 17. Januar 2002 in St. Gallen

Weitere Luchsfreilassungen im Herbst/Winter 2002-2003

Heute haben in St. Gallen die politischen Entscheidungsträger im Projekt Luchsumsiedlung Nordostschweiz LUNO getagt. An ihrer Besprechung haben die Regierungsvertreter der Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie der Direktor des BUWAL, die zusammen den Strategische Lenkungsausschuss bilden, mit Genugtuung vom Verlauf des ersten Projektjahres Kenntnis genommen.
Der Strategische Lenkungsausschuss hat zudem beschlossen, dass die vertraglich vereinbarte Ansiedlung weiterer Luchse erst im Winter 2002/2003 vorzunehmen ist. Die Notwendigkeit der Freilassung weiterer Tiere ist aus genetischen Gründen grundsätzlich unbestritten. Dabei sollen die zusätzlichen Luchse nicht aus dem gleichen Herkunftsgebiet wie die bisherigen Tiere stammen. Die Vorbereitungsarbeiten für die Umsiedlung von Luchsen sind jedoch zeitintensiv.
Für die langfristige Sicherung des Luchsbestandes im Alpenraum will der Strategische Lenkungsausschuss zudem die Anstrengungen zur Vernetzung der Lebensräume intensivieren.

(luno) Heute traf sich in St. Gallen der Strategische Lenkungsausschuss des Projektes Luchsumsiedlung Nordostschweiz (LUNO), dem Vertreter der Regierungen der Kantone AI, AR, SG, TG und ZH sowie der Direktion des BUWAL angehören. Sie haben sich vorerst über den Projektstand orientieren lassen und mit Genugtuung von den durch das Projektteam erbrachten Leistungen Kenntnis genommen.

Die für die Durchführung des Projektes erforderliche Organisation wurde schnell aufgebaut und arbeitet zielführend. Im Feld überwachen Spezialisten die angesiedelten Luchse regelmässig. Es wurden zudem Verjüngungskontrollen im Wald sowie eine Erhebung des Auerhuhnbestandes durchgeführt. Die Arbeiten zur Kontrolle der wildlebenden Huftiere haben begonnen, wegen der Vielschichtigkeit der Fragen in diesem Tätigkeitsbereich ist hier der Sachstand aber weniger fortgeschritten. Das ausgeprägte Medieninteresse erforderte zudem viel Öffentlichkeitsarbeit. Das Interesse für das Projekt LUNO ist in der Bevölkerung gross. Die Luchse rissen bisher nur Wildtiere; Haustiere blieben unbehelligt.

Der Strategische Lenkungsausschuss hat zudem über das Vorgehen im Zusammenhang mit künftigen Freilassungen von Luchsen entschieden.

Die Notwendigkeit der im Projektvertrag vorgesehenen Freilassung weiterer Tiere ist aus biologischen Überlegungen grundsätzlich unbestritten. Hinsichtlich der Herkunft weiterer Gründertiere fällte das Gremium einen für die Umsetzung des Projektziels wichtigen Entscheid. Die bisher angesiedelten Luchse stammen alle aus dem Alpenraum. Neuesten Untersuchungen zufolge sind diese Tiere nahe verwandt. Für die Gründung eines gesunden Luchsbestandes in der Nordostschweiz als Bindeglied zwischen den Vorkommen in den Ost- und Westalpen ist die Beteiligung weniger verwandter Tiere notwenig.

Die Vorbereitungsarbeiten für die Umsiedlung von Luchsen aus möglichen neuen Herkunftsgebieten -im Vordergrund steht dabei der Jura - sind aufwändiger als in den Alpen. Der Ausschuss hat deshalb entschieden, die nächsten Freilassungen auf den Herbst/Winter 2002-2003 anzusetzen.

Zur Erreichung des übergeordneten Projektziels der mittel- bis langfristigen Schaffung eines alpenweiten Luchsbestandes will der Lenkungsausschuss die Anstrengungen zur Vernetzung der Lebensräume, insbesondere den Bau von Grünpassagen, energisch und gezielt vorantreiben.

Der Ausschuss genehmigte auch den Aktionsplan und das Budget für das Jahr 2002 in der Höhe von rund 0.5 Mio. Franken. Die freigegebenen Bundes- und Drittmittel werden für die Überwachung der Luchse, die Kontrolle der Bestandsentwicklung von Reh, Gämse und Auerhuhn sowie die Öffentlichkeitsarbeit und die Projektkoordination verwendet.

Die Luchse in der Nordostschweiz

Von den im Frühjahr ausgesetzten sechs Luchsen befinden sich noch fünf Tiere (zwei Männchen und drei Weibchen) im Gebiet; vom Männchen ROCO fehlt seit Ende August jede Spur. Kurz nach ihrer Freisetzung haben die Luchse ihre Lebensräume zwischen Rickenpass und Rheintal bezogen. Die Verteilung der einzelnen Tiere im Raum und die Grösse ihrer Territorien entsprechen den Erwartungen. Die drei Weibchen brachten im vergangenen Jahr keine Jungtiere zur Welt. Im kommenden Frühjahr könnte sich ein Nachwuchs von 2-3 Jungen je Luchsin einstellen. Im letzten Jahr liessen die frei gesetzten Luchse Kleinvieh unbehelligt. Die gerissenen Rehe und Gämsen wurden von den Luchsen zumeist vollständig genutzt. Im Rahmen der Luchsüberwachung ist neben diesen Hauptbeutetieren auch ein gerissener Fuchs gefunden werden.

Neuer Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

Der Strategische Lenkungsausschuss Ausschuss hat vom Rücktritt des bisherigen Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Robert Meier, Kenntnis genommen und dankt ihm für die geleistete Arbeit. Der Ausschuss hat die Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit neu dem Projektkoordinator Dr. Klaus Robin übertragen.

Auskunftspersonen:

Regierungsrat Hans Sutter
Vorsteher des Bau- und Umweltdepartementes
des Kantons Appenzell Innerrhoden
Gaiserstrasse 8
9050 Appenzell
Tel.:071 788 93 41
Email info@bud.ai.ch

Regierungsrat Hans Diem
Vorsteher der Landwirtschafts-, Forst- und Sicherheitsdirektion
des Kantons Appenzell Ausserrhoden
Hölzli 1257
9101 Herisau
Tel.:071 343 63 84
Email: hans.diem@rr.ar.ch

Regierungsrat Peter Schönenberger
Vorsteher des Finanzdepartementes
des Kantons St. Gallen
Davidstrasse 35
9001 St. Gallen
Tel.:071 229 32 85
Email :fd-regierungsrat@fd-sekr.sg.ch
(RR P. Schönenberger ist am 17.1 ab 14.00
und am 18.1. nicht erreichbar)

Regierungsrat Claudius Graf-Schelling
Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartementes
des Kantons Thurgau
Regierungsgebäude
8510 Frauenfeld
Tel.: 052 724 22 02
Email: claudius.graf-schelling@kttg.ch

Regierungsrat Ruedi Jeker
Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion
des Kantons Zürich
Kaspar-Escher-Haus
8090 Zürich
Tel.:01 259 26 02
Email ruedi.jeker@vd.zh.ch

Dr. Philippe Roch
Direktor BUWAL
BUWAL
3003 Bern
Tel.:079 277 51 88
Email philippe.roch@buwal.admin.ch

Alfred Moser
Jagdverwalter
Jagd- und Fischereiverwaltung
des Kantons Appenzell Innerrhoden
Gaiserstrasse 8
9050 Appenzell
Tel.:071 788 02 25
Email: alfred.moser@bud.ai.ch

Willi Moesch
Jagdverwalter
Jagdverwaltung des Kantons Appenzell Ausserrhoden
Rathaus
Postfach
9043 Trogen
Tel.: 071 343 66 02
Email: willi.moesch@kapo.ar.ch

Dr. Christian Ruhlé
Vorsteher des Amtes für Jagd und Fischerei
des Kantons St. Gallen
Davidstrasse 35
9001 St. Gallen
Tel.:071 229 32 87
Email christian.ruhle@fd-jfv.sg.ch

Max Straub
Jagdverwalter
Fischerei- und Jagdverwaltung
des Kantons Zürich
Jungholzstrasse 6
8090 Zürich
Tel.:01 315 52 01
Email max.straub@vd.zh.ch

Dr. Augustin Krämer
Jagd- und Fischereiverwaltung
des Kantons Thurgau
Spannerstr. 29
8510 Frauenfeld
E-Mail augustin.kraemer@kttg.ch

Dr. Hans-Jörg Blankenhorn
Bereich Wildtiere
BUWAL
3003 Bern
Tel.:031 324 78 32
Email hans-joerg.blankenhorn@buwal.admin.ch

Dr. Klaus Robin
Projektkoordinator LUNO
c/o Robin Habitat AG
Rickenstrasse 2
8730 Uznach
Tel.:055 285 30 50
079 354 23 73
Email klaus.robin@luno.ch

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