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AURA rennt nach der Freilassung davon.
     
   
     
     
     
     
     
     
   
     
     
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29. Januar 2003

Medienmitteilung, Amt für Information des Kantons Thurgau

TURO als erster Luchs aus dem Berner Jura in den Kanton Thurgau umgesiedelt

Portrait Turo

TURO: der aus dem Jura in die Nordostschweiz umgesiedelte Luchs-Kuder.
(© 2003, Marie-Pierre Ryser/KORA)

(AITG) Am vergangenen Sonntag, 26. Januar 2002, ist im Rahmen des Wiederansiedlungsprojektes LUNO erstmals auch im Hinterthurgau ein Luchs frei gelassen worden. Anders als die bisher umgesiedelten Luchse, die alle aus den Nordwestalpen stammten, kommt dieses Tier aus dem Jura.
Das Projekt LUNO sieht vor, insgesamt 8 bis 12 Luchse in die Natur zu entlassen. Mit der Freilassung von TURO am vergangenen Sonntag haben inzwischen 7 Luchse in der Nordostschweiz einen neuen Lebensraum erhalten.

TURO ist ein ausgewachsenes Männchen von etwa 5 Jahren. Es wurde am 20. Januar 2003 bei Belprahon im Amtsbezirk Moutier gefangen. Die angewandte Fangtechnik mit einer fernbedienten Narkosepistole ist äusserst schonend, so dass der behändigte Luchs von Stress weitgehend verschont werden konnte. Für veterinärmedizinische Abklärungen hatte das prächtige, stark gefleckte Tier die Tage seit dem Fang in einer Quarantänestation verbracht. Dort wurde ihm ein Halsbandsender umgelegt, mit dem die Wanderungen und die Raumnutzung des Luchses überwacht werden können. TURO ist in ausgezeichneter körperlicher Verfassung; er konnte deshalb schon nach kurzer Quarantänezeit wieder freigesetzt werden. Er bewegt sich zur Zeit in westlicher Richtung.

Turo in der Quarantänestation

Luchs-Kuder TURO in der Quarantäne-Station.
(© 2003, Marie-Pierre Ryser/KORA)

Die Umsiedlung weiterer zwei bis drei Luchse war vom obersten Gremium des Projekts LUNO, dem die für die Jagd zuständigen Regierungsräte der fünf beteiligten Nordostschweizer Kantone Appenzell Innerhoden, Appenzell Ausserhoden, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie der Direktor des BUWAL angehören, bereits am 17. Januar 2002 beschlossen worden.
Die erstmalige Freilassung eines aus dem Jura stammenden Luchses ist von besonderer Bewandtnis. Im Herbst 2001 bekannt gewordene Ergebnisse von Verwandtschaftsanalysen zeigen auf, dass die in den Nordwestalpen lebenden Luchse untereinander relativ nahe verwandt sind. Hingegen unterscheiden sie sich genetisch deutlich von den Luchsen aus dem Jura. Aus diesem Grund wurde beschlossen, die zusätzlichen Luchse für die Nordostschweiz dem Jurabestand zu entnehmen. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Luchse der nächsten Generationen über ein vielfältiges Erbgut verfügen. Die aktuelle Schneelage im Jura begünstigt das Auffinden von Spuren und erleichtert damit den Fang weiterer Tiere.
Von den sechs im Jahre 2001 in der Nordostschweiz frei gelassenen Luchsen konnten im vergangenen Jahr fünf bestätigt und ihr Aufenthaltsort über das ganze Jahr mittels Senderpeilungen ermittelt werden. Ausserdem liegen mehrfache Beobachtungen vor, die den Nachwuchs von BAYA belegen. Hingegen fehlt vom Luchsmännchen ROCO seit dem 29. August 2001 jede Spur.

Wie schon bei früheren Umsiedlungen wurde beim Fang, beim Transport und bei der Freilassung des Luchses TURO dem Wohlbefinden des Tieres die grösste Bedeutung beigemessen.

Weitere Auskünfte erteilen:

Dr. Augustin Krämer, Jagd- und Fischereiverwalter des Kantons Thurgau, 052 724 25 39

Dr. Hans-Jörg Blankenhorn, eidgenössischer Jagdinspektor, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL, 031 324 78 32, 079 334 73 78

Dr. Urs Breitenmoser, Koordinierte Forschungsprojekte zum Schutz und Management der Raubtiere in der Schweiz KORA, 031 951 70 40, 079 410 14 39

Dr. Klaus Robin, LUNO, Projektkoordinator und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit, 055 285 30 50, 079 354 23 73

 

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