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AURA rennt nach der Freilassung davon.
     
   
     
     
     
     
     
     
   
     
     
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25. März 2003

 

Die drei Jura-Luchse auf Wanderschaft

Pressemitteilung vom 22. April 2003

Die drei am 24. März 2003 im zürcherisch-st. gallischen Schongebiet Tössstock freigesetzten Luchse haben diesen Raum verlassen und sind abgewandert.
Das Männchen TURO lebt zur Zeit in den Wäldern der Pfannenstiel-Kette, AIKA, das ältere der beiden Luchsweibchen, hält sich im Süden des Limmattales im Kanton Aargau auf und AYLA, die einjährige Tochter von AIKA, sucht im Raum Speer Anschluss an die bestehende Kerngruppe.

(luno) Rund einen Monat nach der Freisetzung von drei Luchsen im zürcherisch-st. gallischen Schon-gebiet Tössstock hält sich keines der Tiere mehr in diesem Raum auf. Sie sind abgewandert.
TURO war am 26. Januar ein erstes Mal im Hinterthurgau in die Natur entlassen worden. Er hatte sich damals in Richtung Schwarzwald abgesetzt. Im Kanton Schaffhausen, wenige hundert Meter von der Grenze zu Deutschland entfernt, fingen ihn die Spezialisten von LUNO-KORA wieder ein. Im Tössstock-Gebiet wurde er dann ein zweites Mal ausgesetzt. Nach zwei Wochen verliess TURO diesen Raum, wanderte Richtung Nordwesten bis in die Agglomeration Zürich und überwand unbeschadet Nationalstrassen, Autobahnein- und -ausfahrten und stark befahrene Kantonsstrassen. Er durchquerte besiedelten Raum im Norden und Osten der Stadt Zürich und verschob sich dann entlang der Pfannen-stielkette im Norden des Zürichsees bis nach Wurmsbach/Jona im Kanton St. Gallen. Dort kehrte er um und hält sich nun wieder in den Wäldern der Pfannenstielkette auf.
AIKA, das ältere der beiden Weibchen, das am 25. Februar im Raum Moutier gefangen worden war, blieb einige Tage länger im Tössstockgebiet, verliess das Gebiet in Richtung Südosten und durchwan-derte den Raum Speer und damit den westlichen Teil des etablierten Luchsbestandes. In der Nacht vom 15. auf den 16. April überquerte sie die Linthebene, tangierte den Kanton Glarus an seiner nord-westlichen Ecke und wanderte durch den Nordteil des Kantons Schwyz. Ihr Weg führte weiter in nord-westlicher Richtung entlang der Albiskette. Aktuell hält sie sich am Mutschellen auf.
Das jüngere Weibchen AYLA, das am 27. Februar in die Falle gegangen war, verliess das Tössstock-gebiet zuletzt und machte sich auf den Weg nach Südosten. Sie hält sich am Westrand des Lebens-raumes des bisherigen Bestandes auf.
Alle drei Luchse haben seit der Aussetzung vor einem Monat mehrfach Beute geschlagen.
Das Verhalten der beiden erwachsenen Luchse weist darauf hin, dass sie einen Weg suchen, der sie zurück in ihr Herkunftsgebiet führt, ein Verhalten, das mit "Homing" bezeichnet wird. Dieser Weg ist mit zahlreichen Hindernissen versehen, welche die beiden Wanderer bisher unbeschadet überwunden ha-ben. Ob sie dort ankommen werden, kann heute nicht vorausgesagt werden.

Von den übrigen Tieren des Projektes LUNO gibt es folgende Neuigkeiten:
NURA, deren Sender seit nunmehr 14 Monaten nicht mehr funktioniert, ist mit einer Fotofallen-Aufnahme in ihrem bisherigen Territorium nachgewiesen werden.
Der Sender von VINO, der schwächer geworden war, konnte ausgewechselt werden.

Karte: LUNO-KORA-GIS (Version in Druckqualität unter Bilder); die Publikationsgenehmigung ist bei Swisstopo, Frau Myrta Zahnd, 031 963 24 78, myrta.zahnd@ swisstopo.ch, einzuholen.

Weitere Auskünfte erteilen:

  • Dr. Klaus Robin; LUNO, Projektkoordinator und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit;
    055 285 30 50; 079 354 23 73
  • Andreas Ryser, Modulleiter Luchs im Projekt LUNO; 031 951 70 40; 079 350 87 73D
  • Dr. Urs Breitenmoser; Koordinierte Forschungsprojekte zum Schutz und Management der Raubtiere in der Schweiz KORA; 031 951 70 40
  • Max Straub, Kant. Fischerei- und Jagdverwalter; 01 315 52 01
  • Guido Ackermann; Stv. Leiter des Amtes für Jagd und Fischerei St. Gallen; 071 229 32 88
  • Dr. Hans-Jörg Blankenhorn, eidgenössischer Jagdinspektor, Bundesamt für Umwelt, Wald und Land-schaft BUWAL; 031 324 78 32

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